verhalten | ausgabe 12
ein/ausgeprägtes heft
Seit dem Gründungsjahr 1998 sind ein paar Jahre vergangen, die schreibkraft wurde vor ein paar Wochen sieben und ist somit im Raster der „rechtserheblichen Altersstufen“ in die Phase des unmündigen Minderjährigen eingetreten. Diese Zeitspanne der Deliktsunfähigkeit hat das Redaktionsteam ausgenützt, um ein frisches, ein freches, kurzum ein lesenswertes Heft zu machen, wie wir meinen. Und bei aller Sympathie für Unbekümmert- und Unb... lesen
Feuilleton
harald a. friedl | im anfang war das klischee
Über die (In-)Kompatibilität der Wirklichkeiten von Saharatouristen und Tuareg-Nomaden
Wahnsinn. Touristen sind alle irgendwie wahnsinnig. Aber das wissen wir schon lange. Das ist so neu wie die Weisheit, dass Marquis de Sade pervers war. Und der war, genau genommen, auch ein Tourist: pendelte zwischen seinem abgefahrenen Kastell in der Provence und den Salons in Paris hin und her und erforschte die sexuellen Reflexe der Bevölkerung. Tourismussoziologen würden sagen, der gute Mann hatte wohl einfach nur das Gemeckere seiner K... lesen
myriam keil | lebenslänglich auf bewährung
Das Verhalten und seine (Un-)Möglichkeiten
I. Definition Nach allgemeinem Verständnis bezeichnet Verhalten jede Handlung, die sich zwischen einem Organismus und seiner dinglichen, biologischen und sozialen Umwelt abspielt. Dazu zählt neben dem bloßen Reagieren auf Reize auch die Gesamtheit aller Körperbewegungen, Körperhaltungen und das Ausdrucksverhalten. Der Verhaltensbegriff endet jedoch nicht an diesem Punkt, sondern umfasst des Weiteren alle Aktivitäten, Vorgänge und k... lesen
stefan schmitzer | vom instinkt zur instinktfreiheit
Zu Spezialfällen, Rinderzucht und Spracherwerb
„Ich bin niemand, gehe nirgends hin.“ Soweit der Zen-Buddhist: Da bewegt sich dann ein Körper durchs Gespinst an Eindrücken, ein Fisch im Wasser oder Elefant im Porzellanladen und ist zunächst mal nicht gebunden an ein Ich-Ding. Bewegt sich also und generiert dabei, in den Tiefen seines Navigationsorgans, Feedback-Verschleifungen. Die heißen dann doch sein „Bewusstsein“ und bedingen Äußerung, also Sprache. In der Konzeption... lesen
katja schmid | kiasu ohne boom
Über den Zusammenhang von Verkehrserziehung und Fortschritt
Am schlimmsten sind die Innehalter. Bleiben am Ende der Rolltreppe einfach stehen. Gucken nach links und nach rechts. Überlegen. Blockieren den ganzen Verkehr. Und sind empört, wenn sie von den zwangsläufig Nachrückenden angerempelt werden. Für Innehalter sind Zeit und Raum Nebensächlichkeiten, mit denen sie nichts zu schaffen haben. Zugegeben: Nicht jeder kann immer und überall ortskundig sein. Trotzdem ist das Ende von Rolltreppen ta... lesen
sarah fötschl | das vakuum
Im öffentlichen und im privaten Raum
„To do“ or not to do. Kann ich wissen was mein Nachbar in diesem Augenblick tut oder nicht tut? Sollte ich es wissen? Die Antwort in diesem Falle lautet „nein“. In diesem Mietshaus schließt man sich nicht zusammen. Man schält nicht gemeinsam Kartoffeln und beaufsichtigt, kümmert sich um die Kinder, die sind nämlich vorhanden, zumindest das weiß man. Man bewältigt den Alltag, also das Leben, nicht gemeinsam. Man verhält sich ruh... lesen
werner schandor | feind hört mit
Was ich denke, dass du denkst, dass ich denke
Wer ist dieser Typ, der da an der Bar steht? Was macht er da? Warum schaut er so? – Es gab eine Phase, da war ich mir selbst verdächtig, wenn ich abends in meinem Stammbeisel an der Bar lehnte, und zwar so verdächtig, dass es mich nicht überraschte, dass mich die anderen Gäste notgedrungen für einen schlecht getarnten Spitzel des österreichischen Geheimdienstes hielten, da ich selbst meinen Freunden, kam mir vor, irgendwie suspekt sei... lesen
christian teissl | fiktionen eines chefredakteurs
In der heimischen Medienwüste gedeiht ein besonderes Stilblütenbiotop
Die Kleine Zeitung ist so unentbehrlich wie nur wenige andere österreichische Blätter. Sie herauszugeben und unter die Leute zu bringen, ist eine kulturelle Tat ersten Ranges, die wohl nur von selbstlosen Idealisten zuwege gebracht werden kann. Insbesondere der politische Teil dieser Zeitung gehört in unseren Breiten zur täglichen Pflichtlektüre eines jeden Intellektuellen, was auch nicht weiter verwundert, wird er doch schließlich von... lesen
ann cotten | zivilisiertes gemüse
Erscheinungsformen vegetabilen Materials als Symptome kultureller Befindlichkeiten
Wir halten uns für ziemlich gut, ja? Unser kollektives Überich schreibt wöchentlich in der österreichischen Tageszeitung Die Pisse eine Selbstgratulationskolumne, unser Es (Opa) tut am Wochenende im Schrebergarten Rasen mähen, und selbst leben wir ganz selbstverständlich um die Arbeit, unseren unverdaulichen Gallenstein, herum. Vor allem halten wir selbstverständlich unser selbstverständliches Weltbild für selbstverständlich, gerade... lesen
gisela müller | verhalten optimistisch
Ein Schwanengesang
Ich möchte mal über meine Verhältnisse. Im Plural. Da gehören mindestens zwei dazu, sage ich immer. Manchmal auch gesetzlich definierte Dritte. Dann ist eines das außereheliche, das Nebenbei-, das Sekundärverhältnis. Ein Sahnehäuberl. Aber nicht das eigentliche. Oder doch? Man macht sich ja gerne solche Hoffnungen, man träumt sich in solche Sehnsüchte hinein. Auch Beziehungen genannt. Weil es anfangs in den Unterleibern dermaßen zi... lesen
klaus ebner | auf der balz
Der Kampf der Manieren gegen die Biologie
Oh Mann! Auf Schritt und Tritt den Kopf verdrehen, den Körper halb gewendet, das Hemd verschwitzt und tausend Filme spulen ab im Hirn. Keineswegs ist solches nur vorübergehend, ganz im Gegenteil, die Blickverwirrung reift zum Dauerzustand, das Abweichen vom Weg pulsiert in eng geknüpften Perioden, sodass jedwedes Fortkommen eher einem Getorkel denn einer koordinierten Bewegung gleicht: Trotz vermeintlich ehrbarer Abwehrhaltung gelingt es n... lesen
roswitha rust | im menschenzoo
Über das sprachliche Verhalten
Eloquent und präpotent, omnipräsent und renitent. Oder: beredsam, überheblich, allgegenwärtig und widerspenstig. Oder: A Oaschgeign, de gern vü redt’, oiwei dabei is und si immer quer legn muass. Es gibt viele verschiedene Arten, etwas zu sagen – oder auch nicht zu sagen. Das menschliche (Sprach-)Verhalten ist ein gar komplexes, garstiges Ding. Wie oft passiert es, dass man mit einem leicht idiotischen Gesichtsausdruck dasteht und ei... lesen
kalle laar | wer hört hier eigentlich zu?
Ein kurzer Versuch zur Instruktions-Schallplatte
In unserer durch und durch auf Visualisierung ausgerichteten Welt scheint es kaum mehr vorstellbar, dass man sich vor nicht allzu langer Zeit noch Lebenshilfe zu allen Fragen und Problemen aus dem Schallplattenladen holen konnte. Rein akustische Beratung? Zuhören? Dazu fällt einem normalerweise gerade mal die Frühgymnastik im Radio ein (ohne dass man diese allerdings selbst je gehört oder gar angewendet hätte). In unserer talk-verseuchte... lesen
benedikt narodoslawsky | die freuden des fußballspielens
Über die Gladiatoren der Moderne
Ein fehlender Meniskus, dafür ein künstliches Band, das Kniegelenk gleicht dem eines 80-Jährigen und die vielen Schrammen und Narben – sie erinnern an schöne Zeiten. So sieht er aus, der ausrangierte Fußballspieler in seinen Mittdreißigern, der seine endliche Gesundheit für ein Vierteljahrhundert voller Freude und Genuss aufs Spiel setzte – und verlor. Warum machte er das? Was bringt einen vernünftigen Menschen dazu, sich selbst s... lesen
Literarische Texte
kerstin kempker | ein fall
Alte Männer fallen selten von Balkonen. Es mag schon einmal vorkommen, dass ein alter Mann, der nicht mehr weiter weiß, sich von seinem Balkon stürzt. Aber die Regel ist das nicht. Auch wenn alte Männer diejenigen sind, die sich am häufigsten umbringen, Bilanzsuizid heißt das dann, so ist es doch die Ausnahme, sich als alter Mann so mir nichts dir nichts über die Balkonbrüstung zu schwingen und herabfallen zu lasse... lesen
peter campa | der seltsame hannes
Hannes Weinzierl war eigentlich ein ganz normaler Mann. Er war nicht zu groß und nicht zu klein, nicht zu dick und nicht zu dünn, nicht zu gescheit und nicht zu blöd. So dachte er über sich selbst. Trotzdem wurde bereits in der Schulzeit immer wieder betont: „Weißt du, dass der Hannes intelligent ist?“ Seine Schulkollegen betonten dies und die Antwort war immer wieder dieselbe: „Und was nutzt ihm das?“ Obwohl Hannes so intell... lesen
martin ross | und ich
Im Seminar. Nachmittags. Gruppenraum. An der Wand rechts neben der Türe hängt ein junges wildes Gemälde. Eine Gruppe von zehn Seminarteilnehmern, Männer und Frauen, ist im Raum verteilt. Sie sitzen auf Matratzen, sechs liegen und schlafen im Chor, vier sind wach. Einer von ihnen, ein Junger Mann, sitzt lässig an die Wand gelehnt unter dem Bild. Der Seminarleiter sitzt links neben der Türe auf einem Hocker, lächelt und schreibt emsig in... lesen
peter rosei | brief von unterwegs
Angesichts der tausendfachen Verortung – in einer einzigen Straße gibt es hunderte zumindest zehn Stockwerke hohe Häuser, und in jedem von ihnen kommen auf zehn Stockwerke zehn Lokale, Discos, Bars, Karaokeläden, die fünf Kellergeschosse jetzt einmal nicht eingerechnet, dann gibt es Boutiquen, Schallplattenläden, Fastfood, Losbuden, Anreißer und Zettelverteiler – und all das wird wieder beschienen von tausenden Neonlichtern, die zum... lesen
tom schulz | gedichte
aus dem januar 05 Es schneit nicht, nein es rieselt ach, wie sagt man in einem Menschen kann viel Regen weinen Nächstes Tief: Leni Riefenstahl (Die Christbäume, die wir abwarfen als Sandsäcke für die Augen damit die Unglücksstelle aus dem Text) Die Natur, die entrückte Amazone (als Seekuh gezeichnet von Linné) Wir haben vom Schneeschuhhasen gehört, wir haben verheerende Frösche seziert u. Keimlinge in Watte eingelegt Die Natur, di... lesen
martina ernst | vom verführten verstand
Nachts, wenn man aufwacht aus dem Schlaf, oder morgens, wenn man wieder einschläft, ohne es eigentlich zu wollen, nur weil der Regen ans Fenster klopft und die Bindfäden sich in Pfützen verteilen, dann ist die Zeit, dass Bilder durch die Gedanken huschen, durcheinander gewürfelt, Erlebnisse, die einen nicht ruhen lassen, Verhalten, das auf Unverständnis stößt und gefiltert werden will, bis es den Tag wieder herausspuckt mit gemartertem... lesen
Rezensionen
ein rosenblatt vor dem mund
Über Katrin Mackowskis Kriminalroman und was Wien dabei verloren hat
Katrin Mackowski: Die falsche Frau
Anfang 2005 wurde ein Begriff lanciert, der für ein paar Monate als Etikett für diverse Neuerscheinungen aus österreichischem Lande funktionieren sollte: „Wien-Roman“. Beiträge über so genannte Wien-Romane irrlichterten plötzlich durch die Medien. Clarissa Stadlers N. Eine kleine Utopie wurde da ebenso genannt wie Eva Menasses (unfreiwillig labelbildender) Erstling Vienna. Mit dabei in der Riege dieser Aufzählungen auch Katrin Mack... lesen
paarungsverhalten
Zehn sexy Texte: Die Edition Kürbis konzentriert sich mit „Sex Volume II“ auf das Wesentliche
Wolfgang Pollanz (Hg.): Sex. Volume II
Letzten Sommer hat uns Cosima Reif unverhofft zu einer Erkenntnis verholfen: Ihre Zufallskolumne, die jede Woche in der Freitags-Beilage des Standard, erscheint, ist eigentlich eine Sexkolumne. Und Cosima Reif eine Sexkolumnistin. Bislang ist dieser Umstand an Standard-Lesern nahezu spurlos vorübergegangen. Allein schon deshalb, weil ihre Zufallskolumne mit Sex meist wenig zu tun hat. Aber frei nach Umberto Eco erkennt man(n) Sexfilme ja auc... lesen
keine rechtfertigung 1
Über literarische Masturbationsvorlagen ersten und zweiten Ranges
Markus Köhle: Letternletscho. Ein Stabreim-Abecetera
Um Spielernaturen geht es im Folgenden und um zwei Bände randständiger Lyrik: Erstens um Letternletscho. Ein Stabreim-Abecetera des Innsbrucker Slam-Poeten Markus Köhle und zweitens um die mechanismen und defekte von Peter Enzinger (mit Zeichnungen Georg Bernsteiners). Markus Köhles Buch ist eine Sensation und völlig belanglos zugleich. Auf knapp 80 Seiten breitet der Autor aus, was der Untertitel verheißt – Ein Stabreim-Abecetera... lesen
keine rechtfertigung 2
Über literarische Masturbationsvorlagen ersten und zweiten Ranges
Peter Enzinger: mechanismen und defekte
Ganz anders spielt Peter Enzinger. So wie ein Kind die Möglichkeiten der Sprache in Abzählreimen, Spottversen und Unsinnspoesie erprobt, befragt er das Repertoire lyrischer Stilmittel auf seine Verlässlichkeit und lässt uns sein Bauklötzchenspiel beobachten, ohne die entstehenden Texte extra ernst zu nehmen. Manche seiner Gedichte mögen „Sinn“ ergeben oder eine „inhaltliche“ Seite aufweisen, andere mögen die Forderung nach „S... lesen
die lange vorgeschichte der gegenwart
Nach 62 Jahren wurde das Opus magnum des Exilautors Stefan Pollatschek endlich erstveröffentlicht
Stefan Pollatschek: Doktor Ascher und seine Väter. Historischer Roman
Als der Wiener Autor Stefan Pollatschek 1942 im englischen Exil verstarb, hinterließ er ein Manuskript im Umfang von 1.096 Seiten, einen Roman mit dem Titel Doktor Ascher und seine Väter. Unmittelbar nach seiner Vertreibung durch die Nazis hatte er daran zu arbeiten begonnen und ihn wenige Tage vor seinem Tod abgeschlossen. Sechs Jahrzehnte lang ist dieses Manuskript unbeachtet in seinem Nachlass gelegen, bis zwei Wiener Exilforscher, Ulrik... lesen
... in siedendem schlaf
Heftig und deftig: Lukas Kollmers Prosa
Lukas Kollmer: "Schlächtervergessen" und "Nihil"
„Ich will nicht viele kleine Schlückchen machen, nur um länger leben zu können.“ Ein Satz aus Lukas Kollmers jüngstem Roman, Schlächtervergessen, ein paar Worte unter vielen, die vielleicht den Anspruch erheben können, etwas über die Literatur des jungen Wiener Autors auszusagen. Es ist eine kantige, heftige, hämmernde Prosa, der man sich unvermittelt ausgesetzt sieht, gleich der Wirkung eines satten Zugs aus einer Tequila-Flasche... lesen
durch die gegend schreiben
Erwin Einzinger dreht an der Samplingmaschine
Erwin Einzinger: Aus der Geschichte der Unterhaltunsmusik
Einst glaubte man, dass man beim Menschen ganz einfach oben Wissen, Geschichten und Lehren reinstecken müsste, damit unten eine proper gestaltete Geschichte, eine Lebensgeschichte, rauskommt. Heute jagt man Geschichten und Teile davon durch den Sampler und glaubt, dass einem jeder das Ergebnis mit seinen zahlreichen Verzweigungen und Verweisen als organisches Gebilde voller Weltgehalt abnimmt. Auch Erwin Einzinger hat sich daran gemacht, ein... lesen
die göttinnen im bombenhagel
Petra Ganglbauers konstruierte Absichtslosigkeit. Eine Gratwanderung
Petra Ganglbauer: Glöckchen. Nachtprogramm
„Wenn sie zerbirst, setzt es Anorganisches“. – Es gibt Bücher, die muss man von hinten nach vorne lesen, um sie ganz zu verstehen. Und manchmal muss man sich wohl auch davon lösen, verstehen zu wollen, was zu verstehen geboten wird. Von „Absichtslosigkeit“ spricht Petra Ganglbauer in ihrem alles erklärenden Nachwort zu ihrem jüngsten Werk Glöckchen. Nachtprogramm, kürzlich erschienen in der Edition Das fröhliche Wohnzimmer. D... lesen
und andere suggestible lücken
Linda Stifts "Kingpeng" kreiert eine Welt zwischen Wirklichkeit und Traum, zwischen Blackout und Präzision
Linda Stift: Kingpeng
„Wir nennen die Terrasse gegenüber Terrakottainsel“. Mit knappen Worten zieht uns Ich-Erzählerin Kinga zu sich und ihrem Bruder auf einen kleinen Balkon zwischen Küchenkräuter und Tomatenstauden. Selbst in den Nächten liegt eine unaufhörliche Hitze zwischen den Dächern, die die ganze, abwechselnd von Kinga und, seltener und kürzer, von Nick dargelegte Geschichte in eine leichte, schläfrige, bewegungslose Atmosphäre taucht. Bald... lesen
das gegenteil der osbournes
Ilse Kilic und Fritz Widhalm führen alle, die gerne in fremden Wohnungen schnurchteln, in ein literarisches Eldorado
Jana Brenessel & i.g. Naz: Reise in 80 Tagen durch das Wohnzimmer. Eine Fest- und Forschschrift. Mit Begleit-CD.
Wenn einem das Heim zum Kosmos wird, dann ist es Zeit, dass das Universum-Team ausrückt und diesen Kosmos beschreibt. Im Fall von Ilse Kilic und Fritz Widhalm ist der Kosmos Das fröhliche Wohnzimmer und das Universum-Expeditionsteam besteht aus ihren literarischen Alter Egos Jana Brenessel und i.g.Naz. Das fröhliche Wohnzimmer kennt man als Kleinverlag, als Zeitschrift (Untertitel: für unbrauchbare Texte und Bilder) und nicht zuletzt a... lesen
talschlusspanik
Olga Flor entwirft in ihrem neuen Roman eine vordergründig heile Welt
Olga Flor: Talschluss
Das Tal wird eng, schließt sich und geht über in den Berg. Almboden, Kühe, Talschluss. Dort feiert Grete ihren 60. Geburtstag. Sie ist Lebensberaterin, eine gefestigte Frau, naturverbunden und positiv. Um sich hat sie ihre Lieben versammelt, Ehemann Ernst, Sohn Thomas, Tochter Sabine samt deren Kindern. Junge Musiker sind für das Fest engagiert. Und Katharina, von Beruf Event-Managerin. Sie ist fünfunddreißig, Single, erfolgreich und ei... lesen