alles bestens | ausgabe 17
alles immer besserer
Wie die letzten Monate gezeigt haben, in denen nur wenige Titel in ihrer Performance von den Turbulenzen auf den internationalen Aktienmärkten unberührt blieben – darunter auch die Papiere der schreibkraft-Publishing Group – lässt sich nur mit einem eindeutigen Bekenntnis zur klaren Zielgruppenorientierung am heiß umstrittenen Feuilletonmagazinmarkt bestehen. Daher haben wir es zur Maxime unseres Leitbildes gemacht, optimierte Qualit... lesen
Feuilleton
parviz amoghli | die seele hockt im fegefeuer
Das Alles-bestens-Prinzip der Corporate Social Responsibility als moderne Form des Ablasshandels
Sobald das Geld im Kasten klingt, Die Seele aus dem Fegfeuer springt. Johannes Tetzel, 16. Jahrhundert Beinahe 500 Jahre ist es her, dass der Dominikanermönch und Ablassprediger Johannes Tetzel mit diesem Reim das Alles-bestens-Prinzip beschrieb, welches damals wie heute Grundlage eines überaus lukrativen Geschäfts ist: des Ablasshandels. Auch wenn sich sein Erscheinungsbild geändert hat, so bleibt das Ablasswesen doch weiterhin in... lesen
emily walton | von klomuscheln und leichenbestattern
Damit alles einen Model hat
Raum 212 im zweiten Stock. Stühle, Tische, in U-Form aufgestellt, eine Leinwand für Präsentationen. Gläser sind auf kleinen Tabletts angerichtet, Mineralwasser steht daneben. Ein Besprechungszimmer? Ein Seminarraum? Nein, 212 im zweiten Stock der Heinestraße 38 im zweiten Wiener Bezirk ist ein Sitzungssaal. ON (österreichisches Normungsinstitut) prangt in blauen Buchstaben auf dem weißen Bürohaus mit rotem Dach. Saal wie... lesen
anne peters | kleine typologie des mehrheitsfrohsinns
Über Poptimismus und weitere allgemeine Arten, sich des Lebens zu freuen
Ich war zwar dennoch nicht froh, nicht von Grund aus froh, aber ich musste es sein in der Art, wie es alle sind. Die Sonne zündete mich an. - Regina Ullmann Ein Arzt kann einen Patienten mittels Medikament einstellen; oder andersherum, ein Medikament wird auf den Patienten eingestellt. Ein Einstellungsmaßstab für die allgemeine Art, froh zu sein, kann zwar ebenfalls nur idealtypisch erstellt werden, aber geheilt wird damit keiner. Wi... lesen
harald a. friedl | das platon-popper-syndrom
Warum wir auf Kosten des Guten nach dem Besten streben
1. Das Philosophenkomplott Was wir heute zu wissen glauben, verdanken wir überwiegend Platon (427 -347 v. Chr.), im Guten wie im Bösen. Denn letztlich habe Platon bereits alle wesentlichen philosophischen Probleme gelöst, weshalb alle Philosophie nach dem großen alten Griechen weiter nichts als Fußnoten zu seinem Werk sei, wie der britische Philosoph und Co-Autor der Principia Mathematica, Alfred North Whitehead (1861 -1947), überspitz... lesen
bernhard horwatitsch | das universum
Oder: Nichts von Bedeutung
Es gibt eine Theorie, die besagt, wenn jemals irgendwer genau rausfindet, wozu das Universum da ist und warum es da ist, dann verschwindet es auf der Stelle und wird durch etwas noch Bizarreres und Unbegreiflicheres ersetzt. Es gibt eine andere Theorie, nach der das schon passiert ist. Douglas Adams: Das Restaurant am Ende des Universums Glück, so sagen viele Glücksforscher, sei nicht messbar. Dennoch gibt es einige Statistiken... lesen
stefanie lehrner | wir 2.0
Es tickt die Weltbevölkerungsuhr
Schlecht. Schlecht. Bei Ihnen hat sich offenbar eine Seele gebildet. Wir, Jewgenij Samjatin Wir stehen in einem großen, sterilen, lichtdurchfluteten Chemielabor. Um uns Glasfläschchen und Behälter in unterschiedlichen Größen und Formen, in Bestgrößen und Bestformen, alle gefüllt mit klaren Flüssigkeiten. Neben uns glänzen filigrane und hochkomplexe technische Geräte, Maschinen und Werkzeuge. Wir haben Tabellen voll... lesen
nina goldfisch | aus liebe zur arbeit?
Jäger Schnitzel, Gulasch, Spieß, Cordon bleu, Schweinsbraten mit Semmelknödel …
Wer nach Abschluss des Studiums keinen Job findet, versucht, den Einstieg ins Berufsleben über ein Praktikum zu schaffen. Für ein Praktikum muss man sich mittlerweile denselben Bewerbungsverfahren stellen wie bei „richtigen“ Jobs. Je anspruchsvoller das Arbeitsfeld, je besser der Ruf eines Unternehmens, desto mehr wird vorausgesetzt, desto mehr Mitbewerber müssen übertrumpft werden. Nur in zwei Punkten unterscheiden sich Praktika noc... lesen
jürgen plank | reif für die insel
Eine Projektionsfläche des Glücks
Die Langerhans’schen Inseln wurden noch nie von einem Menschen betreten. Obwohl sie näher liegen als jedes andere Eiland der Welt, nämlich in der Bauchspeicheldrüse. Es ist ein Glück, dass die Natur sie entstehen ließ, weil sie die Höhe des Blutzuckerspiegels registrieren und das lebensnotwendige, körpereigene Hormon Insulin produzieren und ausschütten. Im Wort ‚Insulin’ ist etymologisch betrachtet übrigens der Begriff Insel ve... lesen
brigitte radl | loser sind ok
Warum der Pinguin nicht fliegt und Amerikanisch-Samoa Fußball spielt
Vögel im Allgemeinen Vögel sind eigenartige Wesen und die Tatsache, dass Gott eine Spezies mit Flügeln und Federn statt Armen und einem ordinären Haarkleid ausgestattet hat, kann einem schon zu denken geben. Was er damit bezwecken wollte bzw. die himmlischen Motive der Schöpfung allgemein sollen hier jedoch nicht Thema sein. Wichtig ist einzig und allein, dass es Lebewesen gibt, deren unbestreitbar charakteristischste Qualität es ist... lesen
sabine dengscherz | gut ist nicht gut ist nicht gut ...
Eine kleine Relativitätstheorie der Werte
In einer Hungersnot erscheint uns eine alte Semmel als unerreichbar gut und ein Butterbrot als Delikatesse. Wenn man uns in einer Jugendherberge ein weiches Ei und eine Käseplatte zum Frühstück serviert, sind wir begeistert, würde man uns in einem Fünfsternehotel dasselbe vorsetzen, wären wir maßlos enttäuscht. Qualitative Begriffe sind relativ. Im Vergleich zur Diskrepanz zwischen gut und gut wirkt die alte Feindschaft zwischen g... lesen
myriam keil | die andere seite der besseren lebensart
Immer schön schauen!
Wenn jemand eine Straße überquert, wird er im Allgemeinen nicht überfahren. Wenn jemand eine Straße überquert und dabei nach links und rechts sieht, hat er sogar noch bessere Chancen. Vielleicht überquert er aber die Straße, sieht nach links und nach rechts und erblickt ein paar spielende Kinder, die dem Fahrbahnrand gefährlich nahe kommen; er sorgt sich, er ruft, er gestikuliert – und wird überfahren. Zumindest steigen s... lesen
cay marchal | das getobe der sprachen
Über die Suche nach dem besten, dem einzigen, dem angemessenen Wort
Eigentlich nimmt es wunder, wie wenig die Literatur der Gegenwart von der Tatsache der Vielsprachigkeit in Mitleidenschaft gezogen wird. Im Deutschen, im Französischen, im Englischen lebt es sich auch heute bestens: Die verschiedenen Nationalsprachen scheinen immer noch denselben Zusammenhang wie schon im 17. oder 18. Jahrhundert zu stiften. Dabei müsste die gleichzeitige Anwesenheit so vieler Weltsprachen (die von der Technik imm... lesen
martin gasser | der feuerkopf im schrebergarten
Die Lust an der Idylle im literarischen Pessimismus
„Geh zum Fegefeuer mit deinen Predigten, Wahnwitziger!“ rief die schöne Akante mit dem jachzornigsten Tone und warf den erstaunten, halb sinnlosen Belphegor nach zween wohlabgezielten Stößen mit dem rechten Fuße zur Thüre hinaus. Als im Zuge einer fragwürdigen Unternehmung der schönste Anfangssatz der deutschsprachigen Literatur gesucht worden ist, hat man diese Zeilen übersehen. Mit diesem Arschtritt beginnt Johann K... lesen
stefan schmitzer | süßt wein wasser?
Eines der drei neuen Bücher von Helwig Brunner in der Frühjahrssaison 2008 ist der Gedichteband "süßwasser weinen", erschienen in der edition graz im Sonderzahl Verlag. Über den lyrischen Beobachtungsgestus, Dreierfiguren, hübsche kultivierte Gehirne und vieles mehr diskutierte mit ihm für die schreibkraft Stefan Schmitzer.
Schmitzer: Mein erster Eindruck von deinem neuen Buch ist, dass es von einem eher unproblematischen Verhältnis zu den Traditionen von Natur- und Gedankenlyrik geprägt ist, aber auch von einem Formbewusstsein, das über diese weit hinausweist. Um also mal mit der Form anzufangen: Die Gedichte in süßwasser weinen sind sämtlich dreistrophig. Auch hat der Band drei Kapitel, die mit "Naturalien", "Musikalien" und "Destillate" betitelt sind, a... lesen
Literarische Texte
irina kilimnik | odessa. skizzen eines sommers.
Tag 1. Zwischen vier und fünf Uhr morgens steigt endlich eine kühle Brise durch die Fenster der im neunten Stock liegenden Zwei-Zimmer-Wohnung hoch. Ich liege in Olgas Bett, atme tief ein und genieße diese Abkühlung. Eine aufsteigende Erinnerung sagt mir aber, dass sie nicht von Dauer sein wird. Bald kommt die glühende Augustsonne und bringt diese kalte Luft zum Schmelzen. Ich gehe auf den Balkon hinaus und wage einen Blick in... lesen
andrea stift | going down
Sie ist eine relativ große, schlanke oder meinetwegen auch dünne Frau und sie nennt ein angestrengtes Lächeln ihr eigen, das trägt sie oft, jedoch ungern. Ihre langen Haare sind hinten am Kopf festgebunden oder -gesteckt, vielleicht ist deswegen auch das Lächeln so angestrengt, jedenfalls ist es bemüht herzlich. Sie kann mit allen gut, sie redet mit jedem, vor ihrer lauten Stimme gibt es kein Entkommen. Beim Elternstammtisc... lesen
lisa freydank | mandy erzählt
Wir wollten mal was anderes als die Nullachtfünfzehnnummer, der Andi und ich, also so urlaubsmäßig jetzt, das Jahr davor warn wir nämlich auf Ibiza gewesen, aber Ibiza kannste vergessen, erst haben sie uns die Digicam aus dem Mietwagen geklaut, und dann schwamm auch noch ne Katze im Pool, also tot jetzt, und wenn man sich überlegt, was Ibiza so kostet, nicht wahr, und dann das, nein danke, und deswegen kam der Andi auf die Karpaten... lesen
rolf stolz | die beste aller frauen
Man erzählt von einem jungen Mann, der die Welt sehen wollte, die ganze Welt, daß er – wie auch immer ihm dies gelang – sich aufspaltete in sich selbst und in vier in allem gleiche Wanderer, die eines Morgens am Kreuzpunkt der großen Straßen aufbrachen, sich umarmten und sich viel Glück wünschten mit der Formel Gott mit dir und der Himmel mit Gott. Nach einem Jahr kehrten sie zurück aus den vier Richtungen der Windrose und hatt... lesen
Rezensionen
über maltes und dörtes
Volker Strübings Schnellsprechprosa in Wort und Ton
Volker Strübing: Ein Ziegelstein für Dörte
Nein, die Frage, was denn nun eigentlich „Marilpen“ sind, beantwortet Volker Strübing auch in seinem zweiten Buch #Ein Ziegelstein für Dörte# nicht. Das wird unzählige LeserInnen des irrwitzigen Debütromans #Das Paradies am Rande der Stadt# zutiefst enttäuschen, ist die Suche nach Wesen, Herkunft und Beschaffenheit der geradezu leitmotivisch in den Erstling eingewobenen Marilpen doch eine der letzten wahrlich maßgeblichen... lesen
der dichter als drop-out
Wie alles mit allem zusammenhängt und sich dennoch mitunter nichts fügt, davon weiß Cay Marchal zu erzählen
Cay Marchal: Der Romantiker des Nichts. Das letzte Jahr im Leben des taoistischen Mystikers und Privatgelehrten Wang Bi
An Cay Marchals Buch „Der Romantiker des Nichts“, erschienen bei Wiesenburg, ist manches bemerkenswert. Nicht zuletzt die Biographie seines Autors, der, 1974 geboren, „einige Zeit in Paris und Osaka gelebt“ hat, momentan an einer chinesischen Privatuniversität lehrt und Artikel für das deutsche Feuilleton ebenso verfasst wie chinesischsprachige (und in China publizierte) Lyrik. Dass es sich bei seinem Romandebüt nun um ei... lesen
bia & marülln
Steirische Gedichte und Stanzln vom Zuzi, vom Schatzi, da Soachkrout und vom Rotz
Frith Herms: Bia & Marülln
"Bia und Marülln" ist steirische Mundart-Lektüre, nichts für Zartbesaitete und, wie die Steirer selbst, oft ein bisschen derb in der Wortwahl. In eine Bierflasche urinierend, Engel fickend und durch die Gurgel scheißend beglückt der 1941 in Graz geborene Autor, Grafik-Designer und „Allzweck-Künstler“ herms Fritz mit seiner vierten lyrischen Publikation diejenigen, die ihn schon kennen und diejenigen, die ihn hiermit kennen... lesen
blut ist dicker als…was eigentlich?
Frank Jöricke schwelgt in Erinnerungen an die Mondlandung, Reihenhäuser im Hunsrück, seine Familie und andere Skurrilitäten
Frank Jöricke: Mein liebestoller Onkel, mein kleinkrimineller Vetter und der Rest der Bagage
Mit neun Jahren wusste Frank Jöricke, wie die Welt funktioniert. Die Erwachsenen konnten ihm nichts vormachen, er hatte jegliche ihrer Lebenslügen durchschaut und diagnostizierte unbestechlich kollektive Missstände im Berufsalltag, in Beziehungen und im Leben ganz allgemein. Ein Vierteljahrhundert später sieht die Sache schon anders aus. Den Weg vom altklugen Kind zum desillusionierten Befehlsempfänger in der Werbebranche... lesen
von puppenmechanismen und prinzenrollen
Lisa Spalt eignet sich Märchen an und entlarvt die dahinter stehende Wunschmaschine
Lisa Spalt: Grimms
Die Prosa von Lisa Spalt ist Wortschach auf höchstem Niveau. Dazu gehört auch, dass dem König die Krone vom Haupt genommen, die Dame vom Sockel geholt und auf die Türme so manches Graffito gesprüht wird. Exemplarisch vorgeführt wird dieser poetische Ansatz in ihrem neuen Prosaband #Grimms#, der sich des Genres Volksmärchen annimmt. Das kritisch-analytische Märchenrecycling beschränkt sich dabei nicht darauf, so manche Grim... lesen
zaubertraumlanderinnerungsgeschichte
Martin Kolozs’ Erzählung „Die Geschichte geht so“ ist so wahr, wie jedes andere Märchen auch
Martin Kolozs: Die Geschichte geht so
Wenn einer glaubt, das, was er selbst erlebt hat, vergessen zu können, liegt er falsch. Denn er ist Teil seiner Geschichte. Das wäre fast so, als würde er ein Buch in der Mitte zu lesen beginnen und glauben, er könne den Schluss trotzdem verstehen. Er müsste sich schon selbst vergessen, um nicht mehr Teil seiner Geschichte zu sein. Wichtig ist einzig und allein, dass sie fertig wird. Welchen Sinn hätte es für sie sonst gehab... lesen
die hybris der metropole
Anšlavs Eglītis porträtiert die Rigaer Kunstbohéme der 30er-Jahre
Anšlavs Eglītis: Homo Novus – Ein Künstlerroman aus dem Riga der dreißiger Jahre
„Homo Novus“ bedeutet so viel wie Emporkömmling oder Neuling. In der Antike wurde hiermit ein Mann bezeichnet, der als Erster aus seiner Familie Konsul wurde, der es also wagte in die elitäre Phalanx der Senatorenfamilien einzubrechen. Bekannte Beispiele für „Novi Homines“ sind Cato, Cicero und Tacitus. Unserer heißt Juris Upenājs und ist ein ziemliches Provinzei. Als Maler aus der lettgallischen Provinz, dem... lesen
ein arsch kann ein anfang sein
Das Kroatien des Roman Simic ist ergreifend, komisch, unterhaltsam und auch sehr traurig
Roman Simić: In was wir uns verlieben
„Eine der wichtigsten Stimmen der zeitgenössischen, kroatischen Literatur.“ Mit diesen Worten adelt der Verlag Voland & Quist seinen eigenen Autor. Wenn wir dann blätternd auf die Suche nach Indizien für diese Behauptung gehen, so stoßen wir zunächst auf die Widmung – und die eröffnet eine erste Spur, nämlich die literarische Vorhabung des jungen Kroaten: „Meiner verstreuten Familie“ lesen wir da. Es ist also a... lesen
gegenstand und widerstand
Elisabeth Wandeler-Deck übersetzt Nervenimpulse in Gedichte
Elisabeth Wandeler-Deck: Turbulenzen an der Luftschnittstelle. Mit 8 Zeichnungen von Yves Netzhammer.
Was ist eine Luftschnittstelle? Geht es um drahtlose Datenströme, um aeronautische Kreuzungspunkte? Und welcher Art sind hier die Turbulenzen: Sind es Verwirbelungen im Informationsfluss oder droht, im Falle mangelnder Instruktionen vom Tower, der absturzträchtige Crash? Zu logisch gefragt, muss ich mir sagen lassen von Elisabeth Wandeler-Decks neuen Gedichten, die alles eher tun als solche Logik zu bedienen. „Was nicht in Or... lesen
war himmel, war boden, wir beide darauf
Beglückend gute Bücher der Lyrikpreisträger Ron Winkler und Ulrike Almut Sandig
Ron Winkler/Ulrike Almut Sandig: Fragmentierte Gewässer (Gedichte)/Streumen (Gedichte)
Das Gute an Rändern ist, dass man über sie hinausschauen kann, über den eigenen Tellerrand wie über den Alpenrand. In Sachen Lyrik lohnt sich derzeit besonders der Blick nach Deutschland. Schon der poetologische Diskurs wird dort reger geführt als in Österreich. Und die Qualität des Nachdenkens über Gedichte hat ihre Entsprechung in den Gedichten selbst. Kein Wunder also, dass auch die großen Lyrikwettbewerbe unseres Sprac... lesen