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verspielt | ausgabe 29


29 - verspielt

Ins Spiel gebracht

Manchmal kommt es vor, dass der Ernst des Lebens keinen Spaß mehr macht. Wenn alles gut geht, kommt sodann die Zeit des Humors, der Ironie oder der Parodie. Wenn es weniger gut geht, tritt Zynismus auf den Plan. Und wenn es schlecht geht, tritt Niedergeschlagenheit oder gar Verzweiflung auf. „Verspielt“ im Sinne von humorvollen Umgang mit etwas pflegen oder „verspielt“ im Sinne von Verlust erleben, die Grenze kann eine schmale s... lesen



Feuilleton

michael helming | Tänzchen in Aspik

Die zahlreichen Facetten des Spiels im Spiegel des Alltags.

Wenn alles vermeintlich Spiel ist, weil es auf irgendeine Weise kinderleicht-sorglos, eben „spielend“ funktioniert, dann fühlt sich irgendwann nichts im Leben mehr echt an. Spiel ist per Definition eine Simulation; da wird mit unbekümmerter „Spielfreude“ gewonnen und verloren, mitunter folgen- und daher auch gnadenlos vernichtet; derweil in der realen Welt das moralisch-ethische Prinzip „leben und leben lassen“ gelten sollte, au... lesen


Ilir Ferra | Das Spiel am Rande

Von Quoten und Rennorten

„Bei diesem Spiel geht es um Leben und Tod. Hier wird es nie einen Gleichstand geben. Aber ganz egal, welche Mannschaft gewinnt, ich kassiere, weil ich auf den Sieg beider Mannschaften gewettet habe.“ Während mir ein Bekannter mit diesen Worten die Macht einer Doppelchance-Wette präsentierte, hatte ich überhaupt keine Ahnung, wovon er redete, obwohl wir in unserer gemeinsamen Muttersprache kommunizier... lesen


christoph dolgan | ALL IN oder Spiel mir das Lied vom Tod

Versuch in drei Bildern

Vorspiel: Jedes Spiel basiert auf Grenzen. Begrenzt sind die Anzahl der Spieler und das Spielfeld, begrenzt sind die Regeln und die Einsätze. – Im all in werden alle vorweg festgelegten Begrenzungen überschritten und das Spiel wird zur Wirklichkeit.   Bild I (Mother, I want to …*) – Sigmund Freud sitzt in seinem Arbeitszimmer, die große weiße Verbindungstür zum Behandlungszimmer steht offen. Durch das Fenster fäll... lesen


harald a. friedl | Über die Unmöglichkeit, kein Spiel zu spielen

Und die Freiheit, auch anders zu spielen

Die Niederschrift eines Satzes ist der Beginn eines Spiels, das ich „einen Essay schreiben“ nennen könnte. Das wiederum ist selbst ein Spielzug im größeren Spiel der Herausgabe einer schreibkraft-Nummer, das sich in einem weiteren Schritt als Spielzug des Meta-Spiels „Literaturbetrieb“ verstehen könnte. „Oberhalb“ dessen läuft ein noch komplexeres Spiel ab, das ich „Kulturproduktion“ nennen könnte, „Identitätssti... lesen


sarah g. foetschl | total langweilig > Game over

Privat? Öffentlich?

Heute war es kühl im Dschungel, nur 30 Grad. Da ich hier keine Zeitung bekomme, lese ich fast nur facebook. Es passiert nicht viel. Veronika schreibt wie immer, dass sie sich umbringen will, Thomas, dass er mir in die Muschi spritzen will, meine Mutter schreibt nicht, dass ich ihr Haus niemals wieder betreten darf, vermutlich hat sie meinen neuen Account noch nicht ausfindig gemacht. Das Meer ist fast ruhig. Neumond. Gleich vorweg: W... lesen


bettina balàka | Schuhtick

Shop till you drop – oder lieber doch nicht?

Ich habe keinen Schuhtick.   Dies liegt nun nicht etwa daran, dass ich mir den Erwerb von vielen Schuhen gar nicht leisten kann, oder daran, dass ich nicht über den nötigen Platz verfüge, um einen Haufen Schuhe aufzubewahren, oder dass ich gar nicht die Zeit hätte, immer neue Schuhe einzukaufen, von ihnen Polaroidfotos zu machen, diese auf die Schuhschachteln zu kleben, die Schachteln zu beschriften und in einem Schuhhort zu or... lesen


david staretz | Eigentümliche Verspieltheiten

Über vermeidbare Worte, türschlagzählende Nachbarn, Eisenbahnervorgartenburgen, Waldviertler Knopffabriken und die unvermeidliche Allgegenwart des Internets.

Jeder im Berufe Schreibende führt bei sich, so nehme ich an, eine imaginäre schwarze Liste der verdammten Worte. Auf meiner stehen unter anderen „leistbar“, „menscheln“ und „garteln“. Läppische Begriffe, die einem die Freude an den bezeichneten Eigenschaften/Tätigkeiten vergällen könnten. Bei „menscheln“ muss ich an Ruderleiberln, Körperbehaarung und die ganze Olfaktorik denken. Wer „leistbar“ sagt, macht sich selbe... lesen


benedikt narodoslawsky | Die Kunst des Kickens

… und die Größe Zinédine Zidanes.

Vor sieben Jahren trennte ich mich von meinem Fußballverein, aber der Fußball verlässt einen nie. Im Herbst kickt man die Kastanie über den Weg, in der Stadt die Dose, am Berg den Stein. Auf Spaziergängen versucht man unbemerkt alles, was tretbar ist, durch die Beine der Mitwanderer zu schießen. Fällt ein Gegenstand zu Boden, greift man nicht danach, sondern streckt reflexartig seine Zehen nach oben und bildet mit dem Fuß eine S... lesen


dirk werner | Kunst, nicht Kunstmarkt

Die Bedeutung von Kunst im Spiegel der Wirklichkeit.

1 Wenn ich über Kunst schreibe, denke ich zunächst nicht an die Produkte kreativer Tätigkeit. Das Künstlerische besteht für mich vor allem in der Art, wie ein Mensch die Welt anschaut. In welches Verhältnis er sich dann zu ihr stellt, bewusst oder unbewusst. Zudem besteht für mich Kunst im Vermögen, eine im weitesten Sinne eigene Sprache zu sprechen. Eine eigene Sprache in dem Sinn, als dass sie den, der sie erfindet, der sie... lesen


Adi Traar | Kausa effiziensis

Und wir verspielen uns täglich.

Im Musikerjargon werden sie Schlepper genannt (wir erwähnen das trotz brisanter Namensvetternschaft), in der Lebenskunst sind es die Flaneure, im Fußball die Dribbler (so geheißen die Ballverliebten), in der angewandten Elternpsychologie schimpft man sie Trödler – und wenn jene „schleppenden“ Musiker im Klein-Klein des Notenfirlefanz das Tempo ebenso verlieren wie besagte Spaziergänger das Ziel vor Augen, und wenn sich auch die Bal... lesen


bernhard horwatitsch | Realität und Virtualität

Binge-watching statt Burn-out

Der wesentliche Unterschied zwischen Spiel und Arbeit ist: Arbeit kann Spaß machen, Spiel muss Spaß machen. Kunst dagegen ist freudvolle Arbeit, an deren Ende das Werk steht. Allerdings hat sich in der modernen postheroischen Gesellschaft inzwischen ein neues Mandat entwickelt. Auch meine Arbeit muss mir Spaß machen. Und wenn mir meine Arbeit keinen Spaß macht, dann leide ich unter einem Burnout. Burnout heißt eigentlich Brennschlu... lesen


rosemarie pilz | Unheimlich komisch

Das Lustvolle in der Komödie.

Zur Sichtung des Films To Be or Not to Be von Ernst Lubitsch zog ich einmal eine alte VHS-Aufzeichnung heran, die handschriftlich ausgewiesen den Titel To Have and Have Not trug. Den richtigen Titel bei der Hand haben ist keine Kunst, aber mit etwas Falschen, einer Fälschung, oder eben einem falschen Titel etwas Wahres ansprechen, das vermag die Kunst der Komödie. Die Transformation des Titels, die der Film durch jemanden erf... lesen


krimhild pöse | Punk

And how to live it … or what?

Ich möchte so besoffen sein, dass ich alles nicht mehr seh‘ (Rio Reiser)   Eine Freundin von mir bekannte sich neulich dazu, dass sie ein Punk sei. Das geschah während einer durch Alkohol schon etwas fortgeschrittenen Debatte. Den Inhalt der Debatte habe ich (in Folge des Alkohols) leider vergessen. Zurück blieb das Bekenntnis meiner Freundin. Nun sind wir (die Freundin und ich) ja schon in die Jahre gekommen. Wir stehen an de... lesen


egon christian leitner | Die Visage als Ausweg

Auswege? Ja sicher, aber wie?

Groß A) Machiavelli wurde sechsmal hingerichtet. Zum Schein zwar jedes Mal, aber das hat er nie gewusst. Man hat ihn sechsmal erhängt, stieß ihn mit dem Strick um den Hals hinunter, fing ihn dann im letzten Moment auf. Er schrieb sodann nur mehr über sex and crime. Über crime in seinen politischen ratgebenden Schriften an die Eliten. Über sex in seinen Stücken, für die er einem größeren Publikum, dem Volke eben, bekannt wurde... lesen


Clemens Schittko | Es war absehbar

Zum Tode von Helmut Schranz (12.01.1963 – 06.09.2015).

Helmut Schranz war ein lieber Kerl. Jedenfalls habe ich ihn nie neidisch oder missgünstig erlebt. Das hätte er auch gar nicht sein können in seiner Eigenschaft als Mitherausgeber einer Literaturzeitschrift und als Organisator von Lesungen in einem sogenannten Literatur- bzw. Kulturhaus. Er ließ andere gelten und äußerte dennoch Kritik, wo sie angebracht war. Und sie war angebracht und ist es heute mehr denn je – bei allem Neobie... lesen



Literarische Texte

Karsten Redmann | Ein neuer Tag, kein neues Leben (1-20)

(1) Wieder ein Tag - einer, wie jeder andere auch, denn einer folgt auf den anderen, und alle, alle sind sie gleich, ja, gleich, ohne Unterschied, identisch sozusagen. Warum ich das denke? Weil ich die Tage ebenso erlebe - nichts weiter. Ein Tag gleicht da dem anderen, wie ein Ei dem anderen. So sagt man doch: ein Ei gleicht dem anderen. Ich habe diesen Satz in meinem Leben schon oft gehört. Und genau so ist es auch mit den Tagen: Ei... lesen


Marion Boginski | Glück total

Heute ist er noch nicht unterwegs. Es hat geschneit in der Nacht. Eine Stunde Fußweg in Turnschuhen hin und eine zurück. Nein, heute nicht. Vielleicht morgen. Morgen ist gut. Da muss er sich beim Arbeitsamt melden. Vor zwei Wochen ist er wieder gegangen. Der Warteraum war ihm zu voll. Hätte ja den ganzen Tag gedauert. Wie die sich das vorstellen? Wenn sie was wollen, können sie sich ja melden. Haben sie dann auch. Wo er bleibt? S... lesen


roland steiner | Lindenblüten

0 Nachdem das mit Simone passiert war, verließ ich den See. Vierzehn Jahre, zwei Monate und elf Tage lang hatte ich die Hütte am Nordufer des sommers türkis schimmernden Gewässers gepachtet. Nachdem das mit Simone passiert war, vergaß ich den Vertrag zu kündigen, war einfach verschwunden.   1 Vierzehn Jahre verließ ich den See nur, um im zwanzig Kilometer entfernten Ort für unsere Wirtschaft nötige Einkäufe... lesen



Rezensionen

Herr Houellebecq, so läuft das nicht

Anmerkungen zum Roman Unterwerfung.

Houellebecq, Michel: Unterwerfung. Roman. Aus dem Französischen von Norma Cassau und Bernd Wilczek (Soumission, 2015)

Allahs Herrschaft über das Abendland – der Roman um eine muslimisch dominierte Politik in einem europäischen Land scheint göttlich inspiriert. Aber der Teufel steckt bekanntlich im Detail.   Nehmen wir einmal an, dass ein europäisches Land dermaßen viele Flüchtlinge aus den Kriegen des Nahen und Mittleren Ostens aufnimmt, dass bei einer Wahl in naher Zukunft eine muslimisch ausgerichtete Partei stimmenstärker ist als... lesen


Zeitgemäß kontrastive Betrachtungen

Emil Bobis Schattenstadt und Cornel Nemetzis Memoiren eines rumänischen Spions.

Cornel Nemetzi (2013): Ultimul Curier Ilegal. Memoriile unui spion român (Der letzte illegale Kurier. Memoiren eines rumänischen Spions). Baia Mare: Marist Verlag (Rumänisch): Emil Bobi (2014): Die Schattenstadt: Was 7.000 Agenten über Wien aussagen. Salzburg: Ecowin Verlag

Motto: „Ich werd' dir lieber nicht sagen, wie ich heiß', sondern wie ich mich nenne.“ Arthur Schnitzler, Reigen   Österreichisch-rumänischer Prolog in der Hexenküche: Es braucht, so geht das Gerücht, zwei grundlegende geheimdienstliche Axiome, um in Erfahrung zu bringen, wie einer so durch und durch systematisch begreifen könnte, was die geheime Schattenwelt im Innersten zusammenhält, und zwar ein Axio... lesen


It‘s hard to be who

Im Band my degeneration wird gelistet, gesamplet und ge-resamplet.

Kramer/Mießner/Pohl/Schittko et al.: my degeneration. the very best of. WHO IS WHO (Texte 2004–2013)

„Automechaniker heißt jetzt Mechatroniker“ - nach diesem Schema schenken uns Kai Pohl, Benedikt Kramer und Clemens Schittko et al. ein Buch über Poesie im pöhsen, pöhsen Kapitalismuszeitalter. Ein Buch voller Listen, ein Telefonbuch der Semantik des Kapitalismus und seinen Verwandten. Suchmaschinenästhetik, Dada-Montage und mehr oder weniger verzweifeltes Herumspielen mit der Sinnmaschine Internet, Dada, Blabla und Gaga. Kai Po... lesen


Das Wettcafé als Habitat

Ilir Ferra entführt in „Minus“ in die Kaschemmen des Un-Glücksspiels.

Ilir Ferra: Minus. Roman

Wer wissen will, wie es in einem Wettcafé zugeht, kann eines aufsuchen und sich das Gewand von der rauchgeschwängerten Luft verstinken lassen. Oder er kann den Roman #Minus# von Ilir Ferra lesen, denn der öffnet uns die Tür ins Innerste eines typischen Wettcafés in Wien-Meidling. Der Ich-Erzähler versieht dort seinen Dienst als Einschreiber, das heißt er nimmt die Wetten der Spieler an und überträgt die Einsätze und Wettdetails... lesen


Entertain yourself

Harald Darers famoser zweiter Roman widmet sich den zeitgemäßen Themen Gewalt und Langeweile

Harald Darer: Herzkörper. Roman

Small town boredom kann eine vehemente Belastung für Jugendliche und junge Erwachsene sein. Die medial in heavy rotation vermittelten Möglichkeiten, was Leben angeblich alles bedeuten kann – Stichwort „Next irgendwas“ -, sind außer Griffweite, der soziale Druck und der wirtschaftliche Überlebenskampf greifen vermehrt um sich, file under steigende Jugendarbeitslosigkeit. „Here we are now, entertain us“ proklamierten Nirvana... lesen


Im Land des Lächelns

Eine verregnete Sommerliebelei

Martin Kolozs: Sommer ohne Sonne. Roman.

Es wird viel gelächelt in Martin Kolozs‘ neuem Buch Sommer ohne Sonne, und zwar wird von den Romanfiguren schief gelächelt, bitter gelächelt, verkniffen gelächelt, verletzt, verlegen oder versucht fröhlich gelächelt, und das auf manchen Seiten bis zu drei Mal. Dabei gibt es gar nicht so viel zu lächeln und schon gar nichts zu lachen in diesem 100 Seiten dünnen Roman, in dessen Zentrum&nbs... lesen


Gold, Kronen und Gefängnis

Bunte, bildhafte und fantasievolle Gedichte von Ruud van Weerdenburg

Ruud van Weerdenburg: Enthauptetes Licht strahlt in der Nacht. Gedichte

In dem vorliegenden, 2014 im Löcker Verlag erschienenen, Gedichtband erschafft der Dichter ein breitgefächertes, exotisches Kaleidoskop an Sinneseindrücken, das den/die LeserIn eher auf eine abenteuerliche Reise entführt als ihn/sie sich daran erinnern zu lassen, dass er/sie gerade „nur“ einen Gedichtband in Händen hält. Für mich war der Band ein Reiseticket in eine andere Welt, das in mir wieder die Erinnerung an den Geschma... lesen


Das Leben, diese vertrackte Spirale

Patricia Brooks verschiebt in ihrem Roman „Die Grammatik der Zeit“ gekonnt Zeit- und Realitätsebenen

Patricia Brooks: Die Grammatik der Zeit

Bei Borges heißt es so schön, dass das Unglück begann, als die Türe unbeabsichtigt offen stand und jemand unvorhergesehenerweise durch sie eintrat. Ähnlich ist es bei Patricia Brooks und ihrem aktuellen Roman #Die Grammatik der Zeit#, nur dass hier anstatt konkreter Personen – die treten natürlich auch ein und auf – Möglichkeiten ins Leben der namenlosen männlichen Hauptfigur, um die 30 Jahre alt, in der IT-Branche tätig, t... lesen


Der Austro-Murakami

Wenn Piraten über Kreuzfahrtgäste staunen und umgekehrt

Martin Amanshauser: Der Fisch in der Streichholzschachtel

„Einige Vorwitzige zückten glänzende rechteckige Kästchen von der Größe zusammengefalteter Taschentücher und hielten sie in unsere Richtung, als wollten sie sich durch die Luft mit uns verbinden. Manche taten es verschämt, manche offen. Die Kästchen knackten und surrten, einige blitzten wie Kanönchen, doch es folgte kein Donner, und ihr Beschuss rief keine sichtbaren Folgen hervor. […] Ich konnte mir ihre Vorgangsweise nur... lesen


Die Reise um das Krankenzimmer

Zwischen Gefäßverengung und Übellaunigkeit

Wilhelm Hengstler: flussabwärts flussabwärts

Mit der Hauptfigur aus Wilhelm Hengstlers neuem Buch flussabwärts flussabwärts würde ich nicht gerne auf Urlaub fahren. Zu oft kämpft der Mann, der mit seiner Begleiterin per Rad die Donau abwärts zur Mündung reist, gegen seine Übellaunigkeit an. Aber gut, er ist auch in Rumänien unterwegs, wo man am Land vorwiegend mit Mangelwirtschaft konfrontiert ist, die Wege sind nicht immer die besten, und er hat eine harte Zeit hinter... lesen


Minimalismus per se

Fritz Widhalm hat im Winter 2014 still und heimlich die letzte Ausgabe der Zeitschrift "Wohnzimmer" ausgeschickt. 25 Jahre lang hat die "Zeitschrift für unbrauchbare Texte und Bilder" die österreichische Literaturlandschaft mit Text- und Bild-Montagen dadaisiert. Jetzt ist Schluss damit. Widhalm erklärt im E-Mail-Interview, warum.

Fritz Widhalm: Wohnzimmer

Wie lange hast du die Wohnzimmer-Zeitschrift gemacht und aus welchem Impuls heraus hattest du sie gegründet? das erste wohnzimmer ist 1990 eingerichtet worden, also warens insgesamt 25 jahre zeitschriftmachen. impuls, hm, wir haben 1986 mit dem verlag das fröhliche wohnzimmer begonnen, anfangs waren immer mehrere personen in die bücher involviert, dann haben wir mehr auf einzelbände fokusiert und es blieben einfach die kürz... lesen