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hannes luxbacher | mantra

Meine Dokumente
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Sie haben es sicher auch schon gemacht! Macht jeder. Und jedem kommt dann der Moment, wo es einem eigenartig vorkommt. Nämlich Wörter, vielmehr ein Wort, so lange und oft hintereinander zu sprechen, also so wirklich vor sich hin sagen, bis dann der Knackpunkt kommt, wo einem jedes Wort sehr komisch, um nicht zu sagen blöd vorkommt. Funktioniert eigentlich fast immer. Als die Themensuche für dieses Heft abgeschlossen war, fand ich das Thema spannend. Auch, weil ich das Wort sympathisch fand. Was kein Kriterium ist, aber auch nicht abträglich. Aber dann kam ich in Versuchung: eigeneigeneigeneigeneigeneigenadinfinitum. Und was hatte ich davon? Aus „eigen“ wurde „neigen“. Und neigen passt nicht zu eigen, weil eigen hat für mich mit selbstständig zu tun, mit Spleen und Eigensinn. Und neigen verhält sich dazu konträr, weil neigen ist auch beugen. Gewiss, ich verneige mich auch vor sehr eigenen Menschen, gleichsam Respekt und so, und habe kein Problem damit. Trotzdem war mir „eigen“, das Wort, fortan etwas verdächtig. Und das finde ich schon irgendwie, nun ja, seltsam.