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die wahrheit in der mitte

sarah fötschl | die wahrheit in der mitte

Mitte versus Anfang und Ende

Mitte bitte, nun denn, diese auszuloten, ob sie etwas taugt, soll hier einmal der Versuch sein. Ich persönlich müsste an dieser Stelle ja im Moment an den ph-Wert denken, meine persönliche Mitte, der Magen, wo übrigens auch mein Herz liegt, soll hier jedoch nicht inhaltlich zerlegt werden. Viele Meinungen gehen ja dahin, dass sie sagen, das Wahre sei in der Mitte zu finden. Die Ausgeglichenheit, die Gerechtigkeit, die Balance und die goldene Mitte – so viele Begriffe lassen auf eine ganz besondere Bedeutung der Mitte schließen. Einige Wissenschaften stülpten einem gleich die Gauß’sche Glockenkurve über und stellten einem die Normalverteilung vor die Nase. Eine andere Methode möchte ich hier anwenden, schlicht und gar nicht kompliziert. Ich suche die Mitte in ein paar Büchern und Zeitschriften, das kann jede/r mit ziemlicher Genauigkeit, plus minus drei, vier Seiten, die Mitte aufschlagen und dort zu lesen beginnen. Wenn die Wahrheit wirklich in der Mitte liegt oder etwas Besonderes oder zumindest etwas Bemerkenswertes, wäre das doch ein Experiment wert. Ich werde auch, der Genauigkeit wegen, die Seitenanzahlen ausrechnen. Erschaffen wir zum Zwecke des Experimentes nun einen Horizont, einen Pool, indem wir, das behaupten wir nun einmal, alles finden können, das wahr oder essentiell ist, da es aus der Mitte stammt. Ich werde mich gemäß der Normalverteilung um eine breite Streuung der Buchauswahl bemühen, aber gegebene Sinneinheiten respektieren. Buch her, ab in die Mitte:

Auf der Suche nach sexuellen Kontakten wird heute so dermaßen viel Benzin verfahren, daß schon aus ökologischen Gründen eine sexuelle Transformation durchgesetzt werden muß. Auf wieviele industrielle Ersatzbefriedigungen (einschließlich des mit ihnen verbundenen Verschleißes an Natur, Rohstoffen und Energie) könnte verzichtet werden, wenn das menschliche Leben im Zentralbereich von Sex und Liebe erfüllt wäre? Die ökologische Frage ist heute ohne die Wahrnehmung der Sexualfrage nicht mehr zu lösen. (1)

Holla, das war ein Jahrgang 88 aus der elterlichen Bibliothek, ein Volltreffer. Von welcher Autorität, wenn nicht von „der Mitte persönlich“ würden wir uns so etwas sagen lassen? Noch eines aus dieser Sammlung, hier auf Seite einhundertfünfzehneinhalb:

Gegensätzlich sind auch die Berichte über die Beeinflussung des sexuellen Erlebens unter dem Einfluß von LSD. Da die Stimulierung aller Sinnesempfindungen ein wesentliches Merkmal der LSD-Wirkung ist, kann der Sinnenrausch des Geschlechtsaktes ungeahnte Steigerungen erfahren. Doch sind auch Fälle bekannt, in denen LSD nicht in das erwartete erotische Paradies, sondern in ein Fegefeuer oder gar in die Hölle eines schrecklichen Absterbens jeglicher Empfindungen und in tote Leere führte. (2)

Ja, ich denke das kann man als allgemein anerkannte Wahrheit durchgehen lassen, wer hat diese Erfahrung nicht schon einmal gemacht? Für alle, die diese Frage mit ‚nein’ beantworten müssen, nun ein vielleicht vertrauteres Sujet: Mitte bitte, Wahrheit bitte, hier, ja:

Freude in der Jugend im Blick auf Alter und Tod: 11,9- 12,7 Freu dich, junger Mann, in deiner Jugend, / sei heiteren Herzens in deinen frühen Jahren! Geh auf den Wegen, die dein Herz dir sagt,/ zu dem, was deine Augen vor sich sehen. [Aber sei dir bewußt, dass Gott dich für all das vor Gericht ziehen wird.] (3)

Vielleicht wäre es hier nun interessant, ein wissenschaftlich anmutendes Buch in die Hand zu nehmen. Was zeigt uns die Mitte? Mitte bitte, hier:

Wichtig ist das lateinische „con-scire“, das heißt: „zusammenwissen“. Es gibt jetzt eben zwei Interpretationen dieses Zusammenwissens: Die eine besteht darin, daß mein gesamtes Sensorium „zusammenweiß“, das heißt, das Gehör, der Geschmack, das Sehen etc., alle diese sensorischen „Einströmungen“ werden „zusammengewusst“, das ist „con-scientia“. Und die andere Interpretation ist die, daß wir alle hier zusammensitzen und – „con-scire“ – voneinander wissen. In diesem Sinne kann eine Unterscheidung getroffen werden: Das „Zusammenwissen“ des einzelnen heißt im Englischen „consciousness“, Bewußtsein, und das in einer Gruppe „conscious“, Gewissen. In beiden Fällen wird durch die englische Sprache eine „Zusammenheit“ vorgeschlagen, im einen Fall als „Zusammenlauf“ im Individuum, im anderen als „Zusammenhang“ von Personen. Conscience: Ich bin mir des anderen bewusst. Consciousness: Ich erhalte eine Zusammenschau meiner Sinne, die mir „bewußt macht“, was hier und jetzt der Fall ist.
Wir wollen mit der Sprache über Sprachfallen sprechen. Hier lassen sich ja auf der Ebene der Wörter selbst schon einige Warnschilder anbringen. Einige Begriffe scheinen direkt kennzeichnungspflichtig zu sein, in der Form von: „Warnung: Die Verwendung dieses Wortes kann Ihrer mentalen Gesundheit schaden.“ Ein solches Wort wurde gerade gestreift, „Bewußtsein“. Aber wo „Bewußtsein“ ist, ist auch das „Ich“ nicht ganz fern... (4)

Aufgrund der Annahme, dass „die Mitte“ ohnehin ein bisschen philosophielastig ist, nehme ich noch so einen wissenschaftlich-philosophisch anmutenden Band, eine gebundene Zeitschrift, zur Hand:

1. Die Annerkennung der Allgemeingültigkeit formallogischer Prinzipien
Kulturrelativisten behaupten auch die Relativität rein formaler Prinzipien wie des Satzes der Identität, der Widerspruchsfreiheit, des Tertium non datur, der in der klassischen zweiwertigen Logik gültig ist, oder des Transitivitätsgesetzes. Schon im Alltag ist die Beachtung der meisten dieser Regeln und Prinzipien überlebenswichtig. Sie gelten für Chinesen und Araber und haben normative Gültigkeit. Ein paar weitere Hinweise zur interkulturellen Gültigkeit der formalen Prinzipien mögen genügen: a) Gäbe es eine andere,
z.B. chinesische Logik als ausschließlichen Ersatz für die „westliche“ Logik, so könnten wir Bücher nicht in die jeweils andere Sprache übersetzen und sie verstehen. Alles Verstehen überhaupt orientiert sich an einer kulturübergreifenden Logik. b) Wer gegen logische Gesetze verstößt, zeigt nicht, dass Logik ungültig ist. Man kann ja auch hartnäckig behaupten, dass 2+2=5 sei, ohne die Gesetze der Arithmetik in Frage zu stellen. c) Interesse an Logik kann man im Gespräch mit Chinesen in gleichem Maße feststellen wie in einem Gespräch mit einem Europäer. Trotzdem müssen die chinesischen Logiktheorien nicht den westlichen entsprechen. Wenn ich behaupte, es gelten überall die formalen Regeln, dann bin ich nicht kulturimperialistisch oder intolerant gegenüber anderen Auffassungen von Logik. Ich sage nur etwas über Strukturen, die wir nicht in der Welt finden, die sich aber auf Gegenstände in der Welt anwenden lassen.
Über diese methodologischen Überlegungen hinaus können wir zeigen, dass es in chinesischen Kulturen Logiktheorien gibt, deren logische Axiome und Regeln mit den „westlichen“ Formulierungen äquivalent sind (siehe Paul, in: Göller (Hg.) 1999, S. 28). (5)

Das sieht mir ja nach richtig „mittelmäßiger“, universaler Erkenntnis aus. Diese Zeitschrift scheint mir brauchbar. Da gibt es noch eine Ausgabe:

Wenn das kapitalistische Wirtschaftssystem die Menschen also „verelenden“ lässt, dann geht es nicht wie die oberflächliche Marx-Kritik annimmt, um ihren Kontostand, sondern um ihre Würde. Denn „Verelendung“ bedeutet bei Marx mehr als nur das nach seinen Prämissen tendenziell sinkende Lohneinkommen. Schon im Althochdeutschen bedeutet „elilenti“ so viel wie „in fremdem Land“, „ausgewiesen“ oder „unglücklich“. „Verelendung“ ist also schon etymologisch gesehen nicht gleichbedeutend mit Verarmung im ökonomischen Sinne, sondern ein Vorgang, in dessen Verlauf der Mensch einen für sein Wesen entscheidenden geistigen, psychischen und humanen Verlust erleidet. Kurz: Im Kapitalismus wird der Mensch seinem Wesen entfremdet – und das bedeutet nach Kants anthropologischer Prämissen: Im Kapitalismus wird er wieder unfrei.
Natürlich sind wir heute mit Recht misstrauisch, wenn man vom „Wesen“ eines Dinges spricht. (Fußnote: Zur Kritik des Essentialismus, also der methodologischen Annahme, dass Erkenntnis Wesenserkenntnis ist, vgl. Karl Popper: Das Elend des Historizismus. Tübingen: Mohr (Siebeck). 1960. 4. Auflage 1984, Abschnitt 10). Aber verschiedene Äußerungen von Marx zeigen durchaus mit hinreichender Klarheit, wie er sich einen (nicht) entfremdeten Menschen vorstellte – nämlich als ein Wesen, das nur außerhalb des Arbeitsprozesses, also außerhalb des „Reiches der Notwendigkeit“, zu sich selbst kommen kann. Und das betrifft den Kapitalbesitzer (Zitat 1) und den Arbeiter (Zitat 2) gleichermaßen: (1) „Je weniger du ißt, trinkst, Bücher kaufst, in das Theater gehst, auf den Ball, zum Wirtshaus gehst, denkst, liebst, theoretisierst, singst, malst, fichtst etc., um so (mehr) sparst du, um so größer wird dein Schatz, den weder Motten noch Raub fressen, dein Kapital. Je weniger du bist, je weniger du dein Leben äußerst, um so mehr hast du, um so mehr speicherst du auf von deinem entfremdeten Wesen.“ (Fußnote: Ökonomisch-philosophische Manuskripte aus dem Jahre 1844, S. 162; MEW Bd 40, S. 549.) (6)

Dass sich nun der Marx ins Experiment drängt, hätte ich wissen müssen. Nehmen wir nun eine Zeitung zur Hand. Die Mitte ist hier nicht schwierig zu finden. Diese Tatsache könnte vielleicht zu einem Fetisch für Mitte-Anhänger werden. Was ich hier vor mir habe, ist jedoch eine Reklameanzeige. Im Wesentlichen steht hier der Name eines äußeren Planeten des Sonnensystems und:

GEIZ IST GEIL! (7)

Hier müssen wir wohl eine kleine Abweichung in Kauf nehmen und uns mit dem Gedruckten auf der unmittelbar vorderen Seite begnügen. Dafür steht es genau in der Mitte des Blattes:

Schuld sind die anderen
Die Schuld an den Ausschreitungen der meist nordafrikanischen Jugendlichen in Frankreich wird auf die geringen Chancen in der Gesellschaft geschoben. Macht man es sich dabei nicht gar zu einfach? Der Staat gab den Zuwanderern Kost und Quartier, Taschengeld, Gesundheitsfürsorge, Sozialhilfe, Gratisbildung usw. Wie danken es die rabiaten Zuwanderer der französischen Bevölkerung?
Nicht durch Fleiß und Lerneifer, denn dann hätten sie die Chancen auf dem Arbeitsmarkt, sondern durch Sachbeschädigung und Zerstörung fremden Eigentums. Da werden sich die französischen Steuerzahler (und vor allem die Eigentümer der „abgefackelten Autos“) aber sehr dafür bedanken. Sogar der zuständige Minister findet starke Worte.
Ich will mir gar nicht vorstellen, was die EU-Wertegemeinschaft aufführen würde, wenn ein österreichischer Politiker solche Worte gebraucht hätte – auch wenn sie zutreffen. Sanktionen und internationale Ächtung wären das Mindeste.
Der „Import“ von ungelernten und der deutschen Sprache unkundigen Menschen geht unvermindert weiter – bis zur Katastrophe, denn für so viele ungelernte Kräfte gibt es ganz einfach keine Arbeit.
Die Schuld wird dann überall gesucht – nur nicht bei denen, die die ganze Misere verursacht haben.
Stephan Pestitschek, Strasshof (8)

Nun ja, wenn das hier nun ein Richtung weisendes Experiment werden soll, sollte ich wohl noch etwas literarisch Griffiges herbeiholen. Neunhundertachtundachtzig Seiten hat der Wälzer, macht vierhundertvierundneunzig, bitte:
[…] Schildplattkämme, ihr Marienkind-Abzeichen, das Weiße-Rose-Parfüm, das Augenbrauoline, ihr alabasternes Riechpulverbüchschen und die Bänder zum Wechseln, wenn ihre Sachen von der Wäsche kamen, und es standen so manche schönen Gedanken darin geschrieben in violetter Tinte, die sie bei Hely in der Dame Street gekauft hatte, denn sie spürte, daß auch sie Gedichte schreiben könnte, wenn es ihr nur gelang sich so auszudrücken wie jenes Gedicht, das sie so tief berührt hatte und das sie aus der Zeitung abgeschrieben hatte, die sie eines Abends um das Suppengemüse gewickelt fand. Bist real du, Ideal du? Hieß es und war von Louis J. Walsh, Magherafelt, und danach kam etwas mit wenn mich Zwielicht sanft umdämmert, und oftmals hatte die Schönheit der Poesie, so traurig in ihrer flüchtigen Lieblichkeit, ihre Augen mit stillen Tränen getrübt, Tränen darüber, daß die Jahre dahingingen für sie, eins um das andere, aber wäre die eine Benachteiligung nicht, so brauchte sie keine Konkurrenz zu fürchten, das wußte sie, und das war ein Unfall gewesen, wie sie damals den Dalkey Hill heruntergekommen war, und sie versuchte es stets zu verbergen. Doch damit mußte es jetzt ein Ende haben, das fühlte sie. Wenn sie jenes magische Locken in seinen Augen sah, dann konnte es kein Halten mehr geben für sie. Liebe lacht aller Hindernisse. Sie würde das große Opfer bringen. Ihr ganzes Streben würde sie daran setzen, seine Gedanken zu teilen. Teurer als die ganze Welt würde sie ihm sein und ihm seine Tage mit Glück vergolden. Dann war da noch die Frage, und um’s Leben hätte sie’s gewußt, ob er wohl verheiratet war oder ein Witwer, der seine Frau verloren hatte, oder ein tragischer Fall wie der Edelmann mit dem ausländischen Namen aus dem Land der Lieder, der sie hatte in ein Irrenhaus bringen müssen, grausam nur aus Güte. Doch selbst wenn – was dann? (9)

In dieser Mitte steckt also die Liebe, Romantik und der Zweifel, wenn ich das nun einmal so deuten darf. Aber diese Geschichte ist aus dem vorigen Jahrhundert. Was steckt in der Mitte der Gegenwartsliteratur?

Zwei Wochen später führte ich in Paris ein langes Gespräch mit Luka Zpira, einem Cyberpunk-Performer, der sich sechs PET-Kugeln in den Plexus implantieren ließ und ein Labor für Hybridisierung in Avignon gegründet hatte: Body-Art, so der Name des Labors, war eine Art Raumschiff, in dem die noch kleine Gemeinde europäischer Mutanten zusammenkam, um ihre biomechanischen Einkäufe zu erledigen. Ich habe ihn ein ein Ibis-Hotel in der nähe Bastille angetroffen. Er trug Creepers, die aussahen wie Clarks, mit 20 Zentimeter hohen Sohlen, Modell Roboter. In keinem Geschäft zu finden. Kaum war ich ins Zimmer getreten, bot er mir ein atmosphärisches Stück Irgendwas an, als wollte er mir die Augen für seinen irgendwie gearteten Cyberspace öffnen. „Meine Modifikation begann im Kopf. Damals war ich in meiner autodestruktiven Phase, ich war Punk. Als das vorüberging, brauchte ich einen neuen Lebensinhalt. Es fing mit einer Tätowierung auf dem Arm an, dann folgte eine auf der Schulter. Wirklich mutiert bin ich erst, als ich mir Implantate aus Kobaltchrom in Rücken und Zähnen einsetzen ließ. Heute hoffe ich, daß die Technologien in meinem Körper mir helfen, mich letzten Endes keiner Maschine unterwerfen zu müssen.“ Was für eine Illusion! So weit hatte der Punk es also gebracht! Er wurde zum lebendigen Beweis der schrecklichen Blindheit von Greil Marcus, dem offiziellen Biographen der Subkultur; der Weg, den Johnny Rotten und Sid Vicious einschlugen, führte nicht zum Dada, sondern zum DATA. Am Scheideweg des Punk, gegen Ende der 70er Jahre, hatte Marcus nur Augen für das Gegenteil gehabt: „Mäntel waren nicht mehr angesagt, also zogen sich die Leute Risse und Löcher an, Sicherheitsnadeln und Heftklammern durch Fleisch wie Kleidung“, es kam „zu einer Umkehrung der Perspektive, der Werte; es entstand ein Gefühl, daß alles möglich war, eine Wahrheit, die sich nur in der Negation beweisen ließ. Was gut gewesen war – Liebe Geld und Gesundheit –, war jetzt schlecht; was schlecht gewesen war – Hass, Bettelarmut und Krankheit –, war jetzt gut.“ Seit den 80er Jahren haben die aufbegehrenden Körper der Punker, oder zumindest diejenigen, die überlebten, ihre Ideen aus dem Science-fiction entwickelt: Ich bin, du bist, wir sind Information. Der Körper besteht aus Information. Biologie und Mechanik gingen eine Verbindung ein und gründeten fortan ein gemeinsames Herrschaftssystem. (10)

Dies soll nun der letzte Teil der Recherche sein. Was also können wir nun über die Mitte (von Büchern) sagen? Man kann sagen: Man findet Sex, gute Ratschläge, kognitive Rasiertipps, genügend Logik, damit man den Tag übersteht, die Vermutung, dass Marx noch unter uns weilt, ein bisschen Werbung, vom Redakteur verfasste Leserbriefe, die Hoffnung auf Liebe und Romantik (dazu den Zweifel) und die Information: Punk is not dead, Punk is a magnetic track. Meine Güte, entweder ist die Mitte ein mittelmäßiges Lifestyle-Magazin oder die literarisch interpretierte Normalverteilung ist einfach mittelmäßig genial.

 

(1) Sabine Kleinhammes (Hg.): Rettet den Sex – Ein Manifest von Frauen für einen neuen sexuellen Humanismus. Verlag Meiga 1988, S. 76.
(2) Albert Hoffmann: LSD - Mein Sorgenkind. Klett-Cotta 1979. S. 115,5.
(3) Österreichisches Katholisches Bibelwerk: Die Bibel. 1980. S. 728.
(4) Heinz von Foerster: Der Anfang von Himmel und Erde hat keinen Namen: eine Selbsterschaffung in 7 Tagen. Berlin: Kulturverlag Kadmos 2002. S. 178.
(5) Thomas Sukopp: . Wider den radikalen Kulturrelativismus – Universalismus, Kontextualismus und Kompatibilismus. In: Aufklärung und Kritik. Zeitschrift für freies Denken und humanistische Philosophie (Nürnberg) 2, 2005. S. 147,5-147.
(6) Gerhard Engel: Karl Marx und die Ethik des Kapitalismus. In: Aufklärung und Kritik. Zeitschrift für freies Denken und humanistische Philosophie (Nürnberg). Sonderheft 10. 2005. S. 150f.
(7) Kronenzeitung vom 10. November 2005.
(8) Leserbrief aus: Kronenzeitung vom 10. November 2005.
(9) James Joyce: Ulysses. Suhrkamp 1996. S. 494.
(10) Camille de Toledo: Goodbye Tristesse. Tropen Verlag, 2002. S. 95-96.