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der telefon-engel®

gerhild perl | der telefon-engel®

Versuch über das Sterben

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Vor einigen Monaten fiel mir im Wiener Bestattungsmuseum eine Broschüre mit dem kryptischen Versprechen „Trauerbewältigung mit dem TelefonEngel®” in die Hände. Dieser helfende Engel ist ein rechteckiges, glasfaserverstärktes Gehäuse, das ungefähr die Größe von vier Sardinenbüchsen hat und ein Handy, einen Lautsprecher sowie eine Stromversorgung beinhaltet. Der TelefonEngel®, der 30 cm über der Grab- oder Urnenstelle eingeerdet werden muss, soll trauernden Menschen die Möglichkeit einer telefonischen „Kommunikation mit ihren toten Angehörigen” bieten. Gleichzeitig garantiert die Broschüre, dass bei einem Anruf an den TelefonEngel® die eigene Stimme nicht über die Erdoberfläche hinaus ertönt und dass niemand dem privaten und intimen „Gespräch mit der verstorbenen Person” lauschen kann. Der TelefonEngel® kann für 1.495 Euro bestellt werden und wird in einer vollkommen neutralen Verpackung zugestellt. Auf der Rückseite der Broschüre ist eine blondgelockte Frau mittleren Alters abgebildet. Sie verweilt auf einer verschnörkelten gusseisernen Gartenbank, die mit pastellgelben Kissen bestückt ist. Als Kulisse dienen eine pflanzenreiche Veranda und das Imitat einer antiken Kommode. Das Bild erinnert an ein Filmdekor aus Falcon Crest, nur werden hier keine Intrigen gesponnen, sondern der TelefonEngel® soll es vielbeschäftigten oder kranken Menschen ermöglichen, mit ihren „verstorbenen Angehörigen zu sprechen”, ohne dass sie die Grabstätte selbst aufsuchen müssen. Er verspricht den trauernden Hinterbliebenen tröstende Nähe zu den Toten. Die schwarz gekleidete Frau auf dem Foto hält in ihrer linken Hand ein Telefon ans Ohr gepresst und lauscht. (Wer spricht zu ihr?)

Die erste Reaktion, die die Betrachtung der Broschüre in mir wachgerufen hatte, war ein lachendes Kopfschütteln, ein Aufschrei gegen die Skurrilität, mit der dem Tod und den Toten hier begegnet wird, und die wieder einmal gefundene Bestätigung eines gewinnorientierten, originell-innovativen Bestattungsgewerbes, das schon seit Langem in den Händen privater Unternehmer liegt. „Eigentlich”, sagte ich zur Frau mit den Engelslocken, „wird hier eine Grenze überschritten.” „Aber welche?”, antwortete sie sanft. (Die der Pietät?)

Wenn schon, so dachte ich, sollte der TelefonEngel® gemeinsam mit der Leiche im Sarg begraben werden, als postmoderne Grabbeigabe meinetwegen, wobei sein Zweck nicht aus einem notwendigen Zahlungsmittel für die Reise ins Land der Toten bestehen würde. Ein Verbleiben des TelefonEngels® im tatsächlichen Sarg würde die hinterbliebenen Anrufer dem unerträglichen Schrecken und Grauen der Vergänglichkeit aussetzen, indem durch die anwesende Leiche an die abwesende Person erinnert würde. Die Leiche müsste mit dem leisen, aber fürchterlichen Knarren und Rasseln, Röcheln und Furzen, Stöhnen und Krächzen der Verwesung antworten. Aber die Leiche bleibt stumm. Der TelefonEngel® ist dem Trost der Überlebenden vorbehalten, wobei es für die Toten selbst keine Begriffe (mehr) gibt, wie sich im Text der Broschüre zeigt.

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Insgesamt zählt die Broschüre knappe 550 Wörter. Die Begriffe Tod und Tote werden gänzlich ausgespart, die Toten werden euphemistisch als Vermisste oder zumindest als Verstorbene, der Tod selbst als schmerzhafter Verlust bezeichnet. Was hier deutlich zutage tritt ist, um mit H. L. Cox zu sprechen, die im Zuge der Modernisierung eingetretene Verschiebung eines „Signifikanten, bei gleichem Signifikat”, was einem Wegdrängen der Toten und, um noch Jean Baudrillard zu zitieren, einer „Akkumulation des Lebens” ebenbürtig ist. Aus der Totenfeier wurde der Abschiedsgottesdienst, aus dem Leichengefolge das Trauergefolge, aus der Todesanzeige die Traueranzeige. Der Gebrauch von verschleiernden Synonymen zeugt von dem Drang, den Tod und die Toten aus der Welt der Lebenden zu verabschieden. So ist dieser Bezeichnungswandel ein Signum für eine veränderte und einzigartige Einstellung gegenüber dem Tod seit dem Einbruch der Moderne, die gezeichnet ist von Individualisierungs- und Säkularisierungsprozessen. Nicht mehr die Toten stehen im Mittelpunkt der Begräbnisse, sondern das Leid und die Pein der Trauernden.

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Durch die Beteuerung einer überaus diskreten Zustellung des TelefonEngels® und der Gewährleistung einer absolut privaten (nahezu heimlichen) Handhabung – die Broschüre verspricht: „keiner sieht es, keiner hört es, keiner weiß es” – wird die Scham, die Tod und Trauer hervorrufen, zugleich bestätigt und generiert.

Werde ich über mein wissenschaftliches Arbeiten ausgefragt, finde ich mich manchmal kopfüber in einem glasfasernverstärkten Gehäuse, 30 cm unter der Erdoberfläche wieder, ehe ich „mit dem Tod” antworte. Gelegentlich wird mir aufgrund meines Forschungsinteresses mit dem Vorwurf der Nekrophilie begegnet. Dann drehe ich meinen Kopf nach oben und buddle mich einige Zentimeter durch die Erde und halte dieser Anklage trotzig und selbstbewusst die ureigene Nekrophobie entgegen, wobei ich gelegentlich Elias Canetti aus dem Grab steigen lasse und mit ihm gemeinsam „Skandal!” brülle.

Scham- und Peinlichkeitsgefühle, die der Tod evoziert, in einer Zeit, in der die Flut an Bildern von Toten in einem nie da gewesenen Maß aus Fernsehbildschirmen und Zeitungen quillt, sind eine Konsequenz des fehlenden kollektiven Umgangs mit dem Tod. Die zweidimensionalen Visualisierungen des Todes, die uns tagtäglich begegnen, machen den Tod nicht erfahrbar, höchstens führen sie uns seine Unvorstellbarkeit vor Augen. Die Leichen in den Medien sind nicht gleichzusetzen mit dem Sterben der Menschen. Angesichts des Sterbens und der Trauer haben wir regelrecht die Sprache verloren. Konventionelle Floskeln der Betroffenheit erscheinen abgedroschen und inhaltsleer, weshalb wir sie zu meiden versuchen und uns angesichts des Todes eingestehen müssen, dass sich Verlegenheit über das Mitgefühl schiebt. Tod und Trauer sind in der heutigen Gesellschaft kein Teil des öffentlichen Lebens, sie sind in die Sphäre des absolut Privaten hineingedrängt. Treten sie aber in die Öffentlichkeit, so haftet ihnen eine gewisse Scham an, sie erwecken bei den Lebendigen oft das unbequeme Gefühl, dass hier etwas oder jemand fehl am Platze sei.

Scham- und Peinlichkeitsgefühle überlagern aber nicht nur die Sprache über den Tod, sie spiegeln sich auch in einem Hygieneeifer wider, mit dem Leichen behandelt werden. Die Überantwortung von Verstorbenen in die sterilen, mit Einweghandschuhen geschützten Hände von Spezialisten, vermittelt das Gefühl, dass Leichen schmutzig und unrein wären, was wiederum, zu einem gewissen Teil, unser schamvolles Verhalten gegenüber Sterbenden und Trauernden erklärt.

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Eine weitere Camouflage des Todes gründet in der Verheißung einer möglichen Kommunikation mit den Toten, die uns die Marke TelefonEngel® in ihrer Werbesprache vorgaukelt: „Die Beziehung zur geliebten Person kann somit über einen längeren Zeitraum praktisch aufrechterhalten werden, was vorher noch nie so intensiv möglich war.”
Im Buch Todesmetaphern erkennt Thomas Macho gerade im Abbruch der Kommunikation das wesentliche Element des menschlichen Todes. Während Lebende miteinander kommunikativ interagieren können, ja sogar müssen, um sich ihrer eigenen Lebendigkeit zu vergewissern, ist dies zwischen Lebenden und Toten unmöglich. Der Tod, so scheint es, zieht eine unüberwindbare Grenze zwischen den Lebenden und den Toten, indem er die Gestorbenen aus dem Reich der sozialen Interaktion verbannt.

Der TelefonEngel® verfällt jedoch in ein trügerisches Totenpalaver und versucht jene Lücke, die anderswo mit dem Glauben – an ein Jenseits oder an eine Wiedergeburt – verdeckt ist, zu füllen.

Es ist gleichsam ein Anrennen gegen den schmerzhaften Verlust und eine Verweigerung des vollkommenen und endgültigen Kommunikationsabbruchs mit den Toten. Diese fehlende Beziehung zu den Toten ist ein Emblem der säkularen Vorstellung, in welcher der Tod ausschließlich vom Leben aus zu denken ist und der heutige Mensch sich nur als ein Produkt des gesellschaftlichen Lebens verstehen kann. Die Hoffnung auf Erlösung in einem Jenseits transformiert sich in eine Hoffnung, die ausschließlich auf das Überleben im Diesseits setzt. Daraus lässt sich die verschwundene Furcht vor der Wiederkehr der Toten (der Vampire und Nachzehrer, Zombies und Untoten) sowie die gesteigerte Angst vor dem eigenen Sterben verstehen. Aus dem deutschen Volksglauben kennen wir die Furcht vor dem Blick der Toten, dem die Macht zugesprochen wird, Lebende in den Tod mitreißen zu können. Begegnen wir diesen Glauben nur noch sehr vereinzelt, so begleitet die Angst vor dem eigenen Sterben einen Großteil der Menschen.

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Während der Tod im westlichen Abendland in die Hände der Rechtswissenschaften und der Medizin sowie anderen Naturwissenschaften überantwortet wurde, die darin geübt sind, einen Todeszeitpunkt festzustellen, so ist der augenblickliche und natürliche Tod in anderen Gesellschaften nicht denkbar. In einer Vielzahl von kulturellen Räumen und Epochen trifft man Sekundär- oder Doppelbestattung an, bei denen der erste Aufbahrungsort eines Leichnams rein provisorischer Natur ist. Die ethnographische Literatur ist reich an Beispielen, die von aufwendigen Skelettierungsriten und
-techniken erzählen, welche den Sinn haben, das vergängliche Fleisch der Leiche von den reinen Knochen zu trennen, ehe der Leichnam neben den Gebeinen seiner Vorfahren endbestattet wird. Diesem Verfahren liegen keine hygienischen Bedenken zugrunde, sondern die Angst, dass schadhafte und böse Kräfte, die von der Leiche ausgehen und sich im Verwesungsgestank manifestieren, einen Weg nach außen, zu den Überlebenden finden. Die Toten, die noch Teil des Lebens sind, müssen besänftigt werden, damit sie den Lebenden keinen Schaden zufügen. Deshalb ist der sorgfältige Umgang mit den Toten immer zugleich von Empathie und Furcht begleitet und vermutlich sogar motiviert.

Der Tod wird hier, im Gegensatz zu unserer Gesellschaft, als ein Prozess aufgefasst, der aus dem biologischen Verfall, der vorläufigen Aufbahrung und der endgültigen Niederlegung der Knochen besteht. Für sogenannte traditionelle und vormoderne Gesellschaften stellt der Tod also kein punktuelles Ereignis dar, sondern wird stets als ein Übergang imaginiert, der immer auch Passage von einem Zustand in einen anderen bedeutet, was davon zeugt, dass selbst der Tod nicht ewig andauert. Die Grenze zwischen Leben und Tod wird als ein fließendes Ineinander vorgestellt, wobei der Tod in das Leben und das Leben in den Tod reichen kann.

Ethnologische und historische Beobachtungen zeigen, dass Todesfeststellungen in einem völlig losen Zusammenhang zu den biologischen Prozessen des Körpers stehen können. Eine Gesellschaft kann eines ihrer Mitglieder aufgrund einer schweren Tabuverletzung, oder einfach, weil ein bestimmtes Lebensalter erreicht ist, ausstoßen, wobei das Individuum gleichsam als tot aufgefasst wird, obwohl es biologisch ganz und gar nicht im Sterben begriffen ist. Umgekehrt können physisch tote Menschen noch sehr lange als lebende Mitglieder einer Gemeinschaft behandelt werden, wobei ihnen die Fähigkeit des Denkens und Empfindens zugesprochen wird. So lässt der Gedanke der Kremation die Asabano auf Neuguinea erschauern, da in ihrer Vorstellung die Haut des Leichnams das Feuer spüren würde und demnach unerträglichen Schmerzen ausgesetzt wäre.

Die Grenze zwischen Leben und Tod verschwimmt. Dehnt sich diese Grenze in nicht-säkularisierten Gesellschaften in ein Jenseits hinüber, so wird in der Moderne der Tod ins Leben geholt.

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Heutige Meinungen vertreten die Ansicht, dass ein Mensch entweder nur ganz tot oder ganz lebendig sein kann. Es scheint, als ob es kein Dazwischen gebe, der Tod keine Graustufen kenne.

Als biologischer Tod wird der irreversible Ausfall aller Lebensfunktionen bezeichnet, was gleichsam das Ende des Sterbens bedeutet. Auf Todesbescheinigungen muss der Tod auf die Minute genau angegeben werde, was mitunter Schwierigkeiten und Willkür verursacht. Als sichere Todeszeichen gelten nach wie vor die Leichenstarre, Totenflecken und Fäulniserscheinungen.

Die Fortschritte der Transplantationsmedizin und die Entwicklung der künstlichen Beatmung begünstigten jedoch, kurz nach der weltweit ersten Herzverpflanzung in Südafrika 1967, die Einführung der Hirntoddefinition in den späten 1960er Jahren. Dies führte zu einer Verschiebung der Todeskriterien bzw. wurde ein neues Todeskriterium eingeführt. Galten davor der Herztod, der Stillstand von Atmung und Kreislauf, als Zeichen des Todes, so wurde diese Definition ins Wanken gebracht, indem nun der Ausfall der Hirnfunktionen mit dem Lebensende gleichgesetzt wird. Das Problem, mit dem man bei dieser Todesdefinition konfrontiert ist, ist der lebende Organismus selbst.

Ein warmer, pulsierender Körper, dessen Herz schlägt und Lungen atmen, der ausscheidet, zu Erektionen fähig ist oder einen Fötus im eigenen Leib am Leben erhalten kann, muss mit dem Tod vereinbart werden. Versagt der Blutkreislauf, so wird er mithilfe der Herz-Lungen-Maschine wieder in Schwung gebracht. Die Irritation, die diese Todesdiagnose bei Angehörigen, aber auch beim Krankenhauspersonal hervorrufen kann, erstaunt kaum. Schließlich müssen vollkommen neue Deutungsmuster entworfen werden, um den Tod zu fassen. Denn der Zweck der Hirntoddiagnostik besteht ironischerweise gerade in der Erhaltung lebenswichtiger Organe, die verpflanzt werden sollen. Die Verpflanzung eines Herzens hat logischerweise nur dann Sinn, wenn es in der Lage ist, Blut durch den Organismus zu pumpen und somit den Körper am Leben zu erhalten. Um also eine Herztransplantation erfolgreich durchzuführen, darf das Spenderherz nicht tot sein.

Hans-Peter Hasenfratz bringt den Zustand dieses Grenzkörpers, dem Organe entnommen werden, lakonisch auf den Punkt, indem er, auf den Jargon der Transplantationsmediziner rekurrierend, zusammenfasst: „so tot wie nötig; so lebendig wie möglich”.

Inwiefern der Todeszeitpunkt im Diskurs der Hirntoddiagnostik von Unschärfe und Veränderlichkeit gekennzeichnet ist, zeigt Gesa Lindemann im Buch Die Interpretation „hirntot” auf. Das Eintreten des Hirntodes ist nicht beobachtbar, der Hirntod kann nur festgestellt werden. Das bedeutet, dass der Hirntod erst durch die Diagnose selbst eintritt. Dabei werden die spontane Atmung und die Hirnnervenreflexe überprüft, wobei die Augen, die Würgereflexe und die Schmerzempfindlichkeit untersucht werden. Dieses Verfahren dauert höchstens 30 Minuten und es muss nach frühestens 12 Stunden wiederholt werden. Erst dann wird die Diagnose erstellt, wobei der Zeitpunkt der Diagnoseerstellung von äußeren Umständen abhängig ist: Zum einen müssen zwei erfahrene Intensivmediziner den Hirntod diagnos­tizieren, was mitunter zu organisatorischen Problemen führen kann – nicht immer ist befugtes Krankenhauspersonal verfügbar; zum anderen beeinflusst die finanzielle Frage den Zeitpunkt der Hirntoddiagnose – bei Todeseintritt übernehmen Kassa und Krankenhaus keine Kosten mehr, weshalb der Todeseintritt meist so bestimmt wird, dass keine Behandlungskosten mehr anfallen. Der Zeitpunkt des Hirntodes tritt also nicht ein, sondern er wird gewählt, wobei er vor- und nachverlegt werden kann.

Durch die Hirntoddiagnostik wird das changierende Verhältnis von Leben und Tod deutlich. Ist der physische Tod zwar unbestreitbar, so ist doch die Grenzziehung zwischen Leben und Tod stets kulturell, moralisch und politisch definiert.

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Spätestens seitdem Elisabeth Kübler-Ross’ 5 Phasen des Sterbens (denial, anger, bargaining, depression, acceptance) Eingang in den populären Diskurs der Trauerarbeit gefunden haben, liegen zahlreiche Ratgeber zur Trauerbewältigung vor. Der TelefonEngel® kann hier wohl als einer der originells­ten Hilfesteller eingeordnet werden.
Der Tod ist nicht vorstellbar, das Sterben macht Angst, und Trauer ist nicht erlernbar. Das Einzige, was bleibt, ist vermutlich die Suche nach Trost. Ist es vielleicht deshalb, dass die eingangs erwähnte Broschüre verspricht, dass der TelefonEngel® ebenfalls ein Trost für jene ist, die bald unter der Erde liegen werden? Für die zukünftigen Toten nämlich „kann es noch zu Lebzeiten ein herrliches Glücks­­gefühl sein, zu wissen, dass Mann, Frau oder Kind der TelefonEngel® sein wird, der nach dem Tod telefonisch zu ihm spricht, um ihm ganz nahe zu sein.”

Ist es Schlampigkeit oder bewusste Wortwahl, dass hier plötzlich die anrufenden Hinterbliebenen in die mystischen Sphären des Engeldaseins emporgehoben werden?

 

Die blondgelockte Frau ruft ihren TelefonEngel® an und wird somit selbst zu einem Engel, sie hält das schnurlose Telefon ans Ohr gepresst und lauscht. (Wer spricht zu ihr?)