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lena hach | ferienjob

Als ich mir sicher sein konnte, dass Funkes weit weg waren, zu weit, um wegen einer vergessenen Zahnspange oder eines liegengebliebenen Teddys noch einmal umzukehren, ging ich rüber zu ihrem Haus. Zwar hatte Frau Funke gesagt, ich solle erst in zwei Tagen nach dem Rechten sehen, aber ich war zu ungeduldig. Außerdem hatte ich ab jetzt die volle Verantwortung, zwei wunderbare Ferienwochen lang. Als ich über die Straße ging, stellte ich mir vor, bei einem Sicherheitsdienst zu arbeiten. Um den Kommandos der Zentrale zu lauschen, legte ich den Zeigefinger ans Ohr. Verstanden, murmelte ich, zog den Schlüssel aus meiner Tasche und steckte ihn ins Schloss.

Im Flur der Funkes war es still. So still, dass ich nur noch flach atmen konnte. Ich musste daran denken, wie wir während des letzten Probealarms in das Lehrerzimmer geschlichen waren, auf der Suche nach der nächsten Mathearbeit. Der Hausmeister hatte uns erwischt und danach angeblich Überwachungskameras installiert. Was, wenn es auch hier eine Kamera gab? Eine Kamera, die kontrollierte, dass der Nachbarsjunge auch wirklich nur alle zwei Tage vorbei kam? Vielleicht hatten die Funkes in ihrem Auto sogar einen Bildschirm, in dem Minna Funke mich jetzt, in diesem Augenblick, sehen konnte. Bei dem Gedanken wurde mir schwindelig; Minna Funke war bei uns Mittelstufenschülern berüchtigt. Letztes Jahr hatte sie Marcel Reichelt aus der Sechsten dazu gezwungen, seinen Kopf in die Biotonne zu stecken – weil er angeblich auf ihren Busen gestarrt hatte. Dabei weiß jeder, dass Marcel Reichelt schielt und gar nichts dafür kann, wo er hinguckt. Mission abbrechen, befahl die Stimme in meinem Ohr, Mission abbrechen.

Erst nach zwei Tagen ging ich wieder zu Funkes. Eigentlich wollte ich gleich nach dem Frühstück los, aber dann wartete ich doch, bis meine Mutter einkaufen gefahren war. Besser, sie wusste nichts von meinem Ferienjob. Obwohl es ihr bestimmt gefallen hätte, dass ich etwas Sinnvolles, Nachbarschaftliches tat. Aber ich befürchtete, dass sie mitkommen würde, weil sie mir helfen wollte und auch, weil sie sich für Inneneinrichtung interessierte. Funkes Haus sollte mein ganz eigenes Projekt bleiben.
Dieses Mal machte mir die Stille nichts aus. Ich überlegte, ob ich meine Schuhe ausziehen sollte und dachte, wahrscheinlich schon. Aber ich ließ sie mitten im Flur stehen, eine echte Stolperfalle, zu Hause würde ich dafür Ärger kriegen. Mein Vater glaubte an Schuhschränke. Auch hier gab es einen Schuhschrank, darin standen fast nur Frauenschuhe oder Mädchenschuhe. Selbst die Gummistiefel und Turnschuhe sahen irgendwie nach Mädchen aus. Aber vielleicht kam es mir auch nur so vor, weil ich eben wusste, dass Funkes drei Töchter hatten. Ob Mädchenturnschuhe genauso rochen wie Jungsturnschuhe? Ich nahm ein ausgelatschtes Exemplar mit neongelben Schnürsenkeln in die Hand, warf einen Blick zur Decke - da war wirklich keine Kamera - dann hielt ich den Schuh unter meine Nase und atmete tief ein. Er stank kein bisschen. 

An der Küchentür klebte ein Zettel. Lieber Tim, stand in geschwungenen Buchstaben darauf und darunter, was wann zu tun war. Den Ficus – jemand hatte vorsichtshalber neben dem Fernseher dazu geschrieben – sollte ich nur gießen, wenn die Erde trocken war. Alle anderen Pflanzen jeden zweiten Tag, die Kräuter in der Küche aber nur von unten. Ich sollte bitte das „Frauenhaar“ im Bad nicht vergessen. Frauenhaar. Gehörte es zu meinen Aufgaben, lange, glatte Haare oder, noch schlimmer, kurze, krause aus dem Badewannenabfluss zu ziehen? So wie mein Vater es bei uns zu Hause tat? Ich schluckte. Wobei ich zugegeben musste, dass mein Vater dabei durchaus den Eindruck machte, Spaß zu haben, vor allem, wenn er, wie er sagte, wieder einmal einen besonders dickes Ding erwischt hatte. Vielleicht würde ich ja irgendwo Handschuhe finden. Als ich weiterlas erfuhr ich, dass ich den Fischen jedes Mal eine halbe Hand voll Futter aus der gelben Dose ins Wasser streuen sollte. Nichts leichter als das. Ich hatte schon Katzen und Hunde gefüttert, und, bei einem Besuch im Streichelzoo, auch Schafe und Ziegen – was nicht so ungefährlich war, wie es klang. Ganz unten auf dem Zettel stand ein P.S.: In dem Zimmer unter dem Dach sind übrigens keine Pflanzen!! (Auch nicht im Bad!!!) Die Anzahl der Ausrufezeichen ließ darauf schließen, dass jemand anderes das P.S. geschrieben hatte. Minna Funke, es gab keinen Zweifel. Aber das störte mich nicht weiter, denn mit einem Mal wurde mir klar, dass ich ein riesen Glückspilz war: Bei Funkes gab es, von dem Frauenhaar abzusehen, kaum etwas zu tun! In einer Viertelstunde wäre ich mit allem durch. Ich begann zu rechnen, 14 Tage waren Funkes weg, das machte sieben Besuche à 15 Minuten. Für nicht mal zwei Stunden Arbeit bekam ich 50 Euro. Dafür mussten andere 200 Pfandflaschen sammeln. Oder ein Zeugnis mit fünf Einsen nach Hause bringen.

Als ich durch das Haus strich, hielt ich den Zettel mit den Anweisungen wie eine Schatzkarte in meiner Hand. Ich war Indiana Jones, ausgerüstet mit einer Gießkanne in Elefantenform. Den Ficus im Wohnzimmer fand ich sofort. Ich schob meinen Daumen in die Erde, sie war noch feucht. Die Fische waren, ehrlich gesagt, enttäuschend. Kleine orangene Dinger mit übertrieben großen Schwanzflossen. Gierig waren sie außerdem, im Nullkommanix hatten sie alle Flocken aufgefressen, die auch noch rochen wie Mundgeruch. Damit war ich im Erdgeschoss durch. An der Wand neben der Treppe, die in den ersten Stock führte, hingen jede Menge Fotos. Auf jedem war mindestens eine Funketochter zu sehen. Sie waren leicht zu unterscheiden: Die Kleinste, weil sie die Kleinste war. Minna Funke, weil sie auch im Kindergartenalter so guckte, dass sicher niemand es je gewagt hatte, ihr die Bauklötze abzunehmen. Und Laura Funke, die Mittlere, konnte man an ihrem Lächeln erkennen, das so süß war, dass nach meinem momentanen Wissenstand sechs Jungs in sie verliebt waren. Einer davon war mein Freund Flo. Ich fand das Lächeln zwar auch süß, sah aber nicht ein, warum das ein Grund sein sollte, mich gleich zu verlieben. Wenn man einmal damit anfing, befürchtete ich, würde es kein Ende nehmen.

Durch ein Fenster sah ich meine Mutter vom Einkaufen nach Hause kommen. Bestimmt würde sie gleich nach mir rufen, damit ich ihr mit den Tüten half. Aber bis hierher konnte ich sie nicht hören. Ich musste an die Höhlen am Waldrand denken, in denen Flo und ich früher gespielt hatten. An Ostern hatten wir die letzte Höhle gebaut, sie war stabiler als alle zuvor. Aber dann war es plötzlich nicht anders gewesen, als nebeneinander im Gebüsch zu hocken. Alleine wäre es vielleicht gegangen, aber zu zweit war es einfach nur peinlich. Deshalb hatten Flo und ich angefangen, zusammen Computer zu spielen. 

Im ersten Stock gab es vier kleine Zimmer, genau wie bei uns zu Hause. An einer Tür hingen bunte Salzteigwürste, die den Namen der kleinsten Funketochter ergaben. Ich drückte die Tür auf, um zu sehen, ob in ihrem Zimmer Pflanzen waren. Eine schief gewachsene Palme stand in einer Ecke, neben einem Spielzeug-Parkhaus mit fünf Ebenen, komplett mit Tankstelle und Hebebühne. Sogar eine Waschanlage war dabei. Nur zur Probe fuhr ich ein Auto hindurch und stellte es neben der Zapfsäule ab. Dann goss ich die Palme, eine nackte Barbie saß zwischen ihren Blättern. 

Gleich nebenan war das Elternschlafzimmer. Hier konnte ich keine Pflanze entdecken und auch sonst nichts Interessantes, nicht mal im Nachttisch. Als nächstes war das Bad an der Reihe. Hoch oben auf dem Hängeschrank wuchs eine Art Grasbüschel. Die langen Halme zeigten in alle Richtungen und erinnerten mich an die Frisur von Flos Cousin, der ein echter Punk war und in Berlin wohnte. Um an den Topf zu gelangen, musste ich auf den Badewannenrand klettern, was gar nicht so einfach war. Mein Vater hätte mir bestimmt eine Trittleiter hingestellt. Aber wenigstens sahen die Abflüsse soweit sauber aus, ich konnte keine Haare entdecken.

Die Wände in Lauras Zimmer waren sonnenblumengelb gestrichen. Poster gab es auch, nur waren keine Pferde darauf, wie ich erwartet hatte, sondern dieser Vampir aus diesem Vampirfilm. Auf dem Regal neben dem Schreibtisch saß eine ganze Horde von Kuscheltieren, sogar zwei Hunde von Steiff. Die Tiere sahen mich an. Ich will nur die Pflanzen gießen, erklärte ich und ging zum Fensterbrett, über das Efeu kroch. Zwischen den Blättern lagen Muscheln und interessante Steine, außerdem zwei Vogelfedern. In einer kleinen Flasche war ein noch kleineres Holzschiff. Weil ich nicht gleich wieder gehen wollte, begann ich, trockene Blätter aus dem Efeu zu zupfen und stopfte sie in meine Hosentasche. Eigentlich hatte ich mich nur kurz auf den Teppich legen wollen, er sah so weich aus wie eine Wiese, aber weil ein Lichtstreifen mich blendete, schloss ich die Augen – und wachte erst zwei Stunden später wieder auf. Von da an legte ich mich jeden Tag für ein Nickerchen auf den Teppich. Es fühlte sich an wie Urlaub.

Die Treppe knarrte, als ich einen Fuß darauf setzte, und beinahe hätte ich einen Rückzieher gemacht. Vielleicht war es doch keine so gute Idee, mich unter dem Dach umzusehen. Aber dann machte ich mir klar, dass es sich um eine einmalige Gelegenheit handelte. Wann kann man schon mal drei Mädchenzimmer anschauen, auf einen Schlag? Noch dazu echte Mädchenzimmer, die doch etwas ganz anderes waren, als das, was man bei Ikea zu sehen bekam. Außerdem konnte es nicht schaden, mehr über Minna Funke zu erfahren. Vielleicht würde ich in ihrem Zimmer etwas finden, das brauchbar wäre, wenn sie mich je zwingen sollte, in eine Mülltonne abzutauchen. Dank der Suchtpräventionsstunde, die wir vor den Ferien zum ersten Mal gehabt hatten, würde ich Drogen schon erkennen, auch wenn sie manchmal wie Mehl aussahen oder wie Liebesperlen. Und wenn es hart auf hart kam, würde ich Minna damit erpressen.

Zuerst ging ich in ihr Bad. Hinter dem Duschvorhang lag ein rosa Rasierer. Mein Vater hatte einen in Silber und der war elektrisch. Im Gegensatz dazu sah der Rosafarbene aus wie ein Spielzeugrasierer, wie etwas, das im Kaufladen lag, neben Plastikobst und minikleinen Milchtüten. Aber scharf war er trotzdem, mit der Klinge hobelte ich ein Stück von der Seife. Dann wischte ich ihn an dem Handtuch ab, das über der Duschstange hing und vielleicht benutzt war, weshalb ich es nur kurz anfasste und mir danach die Hände wusch. Drogen fand ich leider keine, aber dafür zwei Packungen Tampons und ein Marzipanshampoo, das so gut duftete, dass ich es am liebsten gegessen hätte. Ich merkte mir den Namen, damit meine Eltern das Shampoo auch für uns kaufen konnten.

Als ich vor Minna Funkes Zimmer stand, begann ich zu schwitzen. Ich sagte mir, dass sie hunderte von Kilometern entfernt war, am Strand lag, Eis aß, oder irgendeinen unschuldigen Franzosen zwang, in eine Mülltonne zu klettern. Ich war sicher, es gab keinen Grund zur Aufregung. Trotzdem kontrollierte ich, ob am Türrahmen ein Haar festgeklebt war. Aus meinem Handbuch für Detektive wusste ich, dass dies eine Technik war, um zu kontrollieren, ob Unbefugte sich Zugang zu bestimmten Räumen verschafft hatten. Ich bin ein Unbefugter, dachte ich und spürte, wie meine Wangen noch wärmer wurden. Als ich die Tür öffnete, duckte ich mich instinktiv zur Seite, als könnte jeden Moment ein gut platzierter Farbeimer auf mich fallen, oder ein angewärmtes Bügeleisen. Aber nichts geschah, gar nichts. Überhaupt war das Zimmer überraschend unspektakulär und irgendwie menschlich. Die Wände weiß gestrichen, über dem Schreibtisch eine Weltkarte, acht kleine Fähnchen steckten darauf. Minna Funke hatte die die Länder markiert, in denen sie schon gewesen war. Sofort wollte ich auch so eine Karte, auch wenn ich nur zwei Fähnchen bräuchte. Wo ich schon mal hier war, konnte ich mich auch an den Tisch setzen und die Schubladen aufziehen. Darin waren nichts als Schulhefte. Ein Bogen Löschpapier flatterte auf den Boden. Als ich das Papier aufhob sah ich, dass Minna Funke etwas darauf geschrieben hatte: Ihren eigenen Namen, immer wieder, in verschiedenen Variationen. Mal sahen die i-Punkte aus wie Kommas, mal wie kleine Kreise, mal waren sie gar nicht vorhanden. Ich mochte die kleinen Kreise am meisten, in Kombination mit den i-Punkt-Kommas. Auf der Rückseite des Blatts stand noch etwas. Minna Weber und Minna Steffens, außerdem Minna Münz und, doppelt unterstrichen, Minna Funke-Münz. Was das Namensspiel bedeutete, wusste ich. Die Mädchen in meiner Klasse spielten es die ganze Zeit. Langweilig, dachte ich, und beschloss, zu gehen. 

Ich hatte gerade die Haustür der Funkes hinter mir zugezogen, als Flo hinter dem Fahrradschuppen hervorsprang.

Was machst du denn da drin?, fragte er und verschränkte die Arme vor der Brust. Ich zuckte mit den Schultern.

Pflanzen gießen, Fische füttern, sagte ich. Es sollte möglichst langweilig klingen. Flo sah mich mit großen Augen an.

Bei Laura Funke? 

Bei allen Funkes, sagte ich. Eigentlich hatten wir eine Runde Zelda spielen wollen. Aber Flo konnte sich einfach nicht konzentrieren, er verlor ein Herz nach dem anderen. Dafür stellte er mir jede Menge Fragen. Er wollte wissen, was für Möbel in Laura Funkes Zimmer herumstanden. (Schreibtisch, Schrank, Regal, Bett.) Ob sie einen eigenen Computer hatte. (Nein.) Ob ihr Zimmer so aussah, als ob sie sich für Asien interessierte. (Nein.) Dann vielleicht für Afrika? (Eher für Transsilvanien.) Ob ich erklären könne, was ich damit sagen will. (Nein.) 

Irgendwann reichte es mir. Komm mit, sagte ich und stand auf. Es war viel leichter, ihn mal eben in das Haus zu lassen. Strümpfig und unter Aufsicht, versteht sich.
Als wir in Laura Funkes Zimmer standen und ich das Leuchten in Flos Augen sah, hatte ich eine Idee. Eine Idee, die meinen Ferienjob zu dem besten Ferienjob der Welt machte. Es war klar, dass ich Unterstützung brauchen würde, deshalb weihte ich Flo ein. Anfangs war er nicht sehr begeistert, denn er ist Einzelkind und hat, wie meine Mutter sagt, nie gelernt zu teilen. Aber als ich Flo versprach, dass auch für ihn etwas dabei rausspringen würde, schlug er ein. 

Es stellte sich heraus, dass weitaus mehr Jungs in Laura Funke verliebt waren, als ich geahnt hatte. Für die erste Führung meldeten sich gleich fünf an. Den letzten baten wir, am übernächsten Tag wiederzukommen, für mehr als vier Leute konnten Flo und ich unmöglich die Verantwortung übernehmen. Sicherheit hatte oberste Priorität. Jeder der Jungs bezahlte fünf Euro, da machten wir auch für gute Kumpels keine Ausnahme, außerdem mussten die Besucher das Wasser in der Gießkanne nachfüllen und die Stinkflocken in das Aquarium streuen. Dafür durften sie in Laura Funkes Zimmer alles angucken und sich auch einmal an ihren Schreibtisch setzen. (Nur auf den Teppich legen durfte sich niemand.) Mit der Zeit wurden Flo und ich immer professioneller: Wir holten eine Tasse aus der Küche und behaupteten, dass Laura Funke vor ihrer Abreise daraus getrunken hatte. Wir reichten die Tasse herum und wer 50 Cent extra zahlte, durfte Leitungswasser daraus trinken. Flo brachte von zu Hause eine Fußcreme mit, die Laura Funke vor dem Schlafengehen angeblich auf ihre Fersen strich. Daran riechen war umsonst, wer sich selbst die Füße eincremen wollte, bezahlte 50 Cent pro Fuß. So kamen wir dahinter, dass die Grünberg-Zwillinge je sechs Fußzehen haben. Das Merkwürdigste war aber, dass Marcel Reichelt mich im Flur beiseite nahm und fragte, ob Minna Funkes Zimmer auch besichtigt werden könne. 

Ich zögerte. Aber weil er zwei Euro und eine fast volle Packung Gummibärchen bot, ließ ich ihn in Begleitung von Flo kurz unter das Dach. Flo sagte, Marcel habe nichts anfassen wollen, sich einfach mitten in das Zimmer gestellt und tief eingeatmet. Dann habe er zu kichern begonnen. Wir haben uns darauf geeinigt, dass er seit der Sache mit der Biotonne einen Knacks weghat. 

Manche der Jungs kamen immer wieder, bald mussten wir jeden Tag Führungen anbieten. Nachdem einer versucht hatte, die Tasse aus dem Haus zu schmuggeln, tasteten wir die Jungs ab, bevor sie das Haus verließen. Wie die Typen am Flughafen. Es wäre ja noch schöner, wenn es nachher hieß, ich hätte geklaut.

Nachdem die Funkes zurück waren, braun gebrannt und bestens gelaunt, machten Flo und ich Kassensturz. Wir gratulierten uns zu 127 Euro und einem Dollar. Noch am gleichen Tag fuhren wir in die Stadt und kauften das neue Zelda-Spiel in der Limited Edition – mit goldener Fernbedienung.