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Literarische Texte der Ausgabe 25 - schön blöd

stefan schmitzer | soundneid?

Selbstkritik, betreffend den Kontext einer kontextorientierten Textkritik: Von der vergeblichen Sehnsucht nach dem „richtigen“ Schreiben

Der Kontext: Über Edition C4 2011-2013 Edition C4 2011/2012, das waren ein paar Lesungen und dazugehörige gratis Lesungs-CDs, eingeschlagen in literarische Flugzettel. Worum es ging, war, Literatur in den Clubkontext zu stellen: Also Leuten einen sog. Leseanreiz zu geben, die zwar über einigermaßen verfeinerte ästhetische Bedürfnisse verfügten, welche aber leider – und danke der Nachfrage! – von Musik, Vintage-Mode und dem besseren... lesen


ann cotten | ausreden

Stocherung in den Grundlagen und Vorausannahmen der gegenwärtigen Literatur

Dass die Philosophie und insbesondere jene Teile von ihr, die dazu dienen, den Praxen ihren immer berechtigten, aber immer lähmenden Selbstzweifel zu einem Fundament zu zementieren, also Epistemologie und Wissenschaftstheorie, den Einzelnen seine Ausreden nicht nur in den Mund legt, sondern auch wieder abnimmt und als „wahre Aussagen“ zum Beispiel einfach in der Gegend stehenlässt, sodass jeder zu ihnen laufen und sich hinter ihnen vers... lesen


martin fritz | die potter‘schen paradoxa

tatsächlich die beste szene von dawson‘s creek ist kathartische phase des breakfast-club-szenarios, in der so ziemlich alles, was in den sechs seasons an relevanz vorkommt, zusammenfällt wie eine sehr windschiefe holzkonstruktion, gegen die ein hamster rennt. „when did everyone become so obsessed with sex“, fragt joey, und wie jeder dieser joey-sätze ist die frage genauso sinnlos, weil evident, wie gut, weil relevant, genauso naiv wi... lesen


barbi markovic | remix 2

Während ich, bevor Mascha ausgestiegen ist, nur auf Serbisch vorgelesen habe, lese ich, nachdem Mascha ausgestiegen ist, auch auf Deutsch vor. Weil Mascha nicht mehr mit mir liest, lese ich jetzt, nachdem Mascha nicht mehr mit mir liest, auch meine Lieblingsstellen vor, nachdem Mascha ausgestiegen und mit Kusturica auf Lesetournee ist. Und ohne zu zögern habe ich zum Publikum gesagt, gut, dann lese ich auch auf Deutsch, nachdem Mascha ausge... lesen


lena hach | ferienjob

Als ich mir sicher sein konnte, dass Funkes weit weg waren, zu weit, um wegen einer vergessenen Zahnspange oder eines liegengebliebenen Teddys noch einmal umzukehren, ging ich rüber zu ihrem Haus. Zwar hatte Frau Funke gesagt, ich solle erst in zwei Tagen nach dem Rechten sehen, aber ich war zu ungeduldig. Außerdem hatte ich ab jetzt die volle Verantwortung, zwei wunderbare Ferienwochen lang. Als ich über die Straße ging, stellte ich mir... lesen


peter campa | georgs aussichtsloser kampf gegen die blödheit des alltags

Walter Vyslocil war eigentlich ein sympathischer Kerl. Fand zumindest Georg. Er hatte eine Wohnung im 3. Bezirk, nahe dem Kardinal-Nagl-Platz, ziemlich geräumig, auch wenn sie nicht ihm, sondern seiner Mutter gehörte. Georg hatte sich die Schuhe ausgezogen und die bereitgestellten Hausschuhe von Walter Vyslocils Mutter angezogen, die ihm etwas zu eng waren. Er sei ein Revolutionär, behauptete er, doch einmal habe er eine Blödheit gemacht... lesen